Kaum ein anderer Bereich unseres Lebens ist von gesellschaftlichen Entwicklungen derart unberührt geblieben wie der Kulturbetrieb. Auch in Österreich gehört es nach wie vor zum Standardrepertoire kulturmarxistischer Staatskünstler, auf alles und jeden mit der „Nazi-Keule“ einzuprügeln, der sich abseits des links-liberalen Mainstreams äußert.

Ein Kommentar von Christian Seibert

Die Fassade bröckelt

Und trotzdem bröckelt die Fassade der roten Kulturblase gewaltig – versuchen doch immer mehr Kunstschöpfer aus ihr auszubrechen.

Erst kürzlich hat mir ein bekannter österreichischer Schauspieler und TV-Star im Gespräch mitgeteilt, dass er in einem „Wochenblick“-Interview auspacken möchte. Dabei prangerte er die Sprechverbote an, die in Österreichs „Kulturschickeria“ immer noch vorherrschen.

andreas gabalier

Linkslinke fletschen die Zähne

Doch das Zögern vieler nonkonformer Künstler, ihre Meinung kundzutun, ist verständlich, denn die Schar der extrem linken Meinungsschergen wetzt schon mit den Messern und wartet geradezu darauf, nach Gabalier einen weiteren Kulturschaffenden mit ihren verbalen Ausflüssen übergießen zu können.

Besonders bei Themen wie Zuwanderung, Abtreibung, Gender und Feminismus gilt es in gewissen Kreisen nach wie vor als schick, stakkatoartig das nachzubeten, was die ideologischen Vorbilder von Marx bis Adorno in ihren Gehirnen ersonnen haben.

„Geflüchtete“ als Opfer, „Rechte“ als Täter

War es früher noch die Aufgabe Kulturschaffender, den Mainstream zu attackieren, macht man sich heute mit ihm gemein. Egal, ob im Theater, in Film und Fernsehen oder in der Popularmusik – die Propaganda läuft immer nach Schema F. ab.

Die „Geflüchteten“ werden als Opfer dargestellt, die vornehmlich von gefährlichen „Rechten“ bedroht werden. Um es für das Publikum einfacher zu machen, bestimmt der Sender der Botschaft gleich für den Empfänger mit, wer „rechts“ oder „Nazi“ ist.

Und da es gegen das ultimative Böse geht, ist jedes erdenkliche Stilmittel recht. Je niveauloser und primitiver, desto besser! Um diesen kulturmarxistischen Sumpf trocken zu legen, braucht es mutige Künstler, die sich trauen, gegen den Strom zu schwimmen…