Während der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer einen weiteren harten Lockdown fordert, will der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) die Bürger endgültig einsperren.

Für den Linzer SPÖ-Bürgermeister Klaus Luger gehört gehört neben Ruhe auch die Teilnahme an den Massentests zur Bürgerpflicht. Denn diese könnten mithelfen, dass es im ersten Quartal 2021 gelingt, weitere Beschränkungen zu vermeiden, so der Bürgermeister, der sich wie ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer ebenfalls für einen weiteren harten Lockdown ausspricht. Und der Linzer Bürgermeister geht sogar noch weiter: Personen, die nicht an den Massentests teilnehmen, will er sogar einsperren – also zum Schutz der Gesellschaft für zehn Tage in Quarantäne stecken.

Gegen „freiwillige“ Zwangsmaßnahmen

Die Frage, wie sich diese Forderung des Bürgermeisters mit der angeblichen Freiwilligkeit der Teilnahme bei den Massentests verträgt, stellen sich nicht nur die Linzer Bürger. Auch der freiheitliche Vizebürgermeister und Obmann der Linzer Feiheitlichen Markus Hein zeigt sich von der Forderung Lugers entsetzt. „Zwangsmaßnahmen bei ‚freiwilligen‘ Massentests lehnen wir Freiheitliche kategorisch ab“, so Hein, der zugleich darauf verweist, dass die Erfahrungen aus zahlreichen anderen Ländern zeigen, dass Massentests nichts bringen. „In Linz hingegen fordert der Bürgermeister die Test-Pflicht durch die Hintertür. Wir stehen klar gegen den Hausarrest á la Luger“, versichert Hein.

Impfpflicht durch die Hintertür

Dabei sind Stelzer und Luger mit ihren Forderungen ganz auf türkis-grüner Linie. Der oberöstereichische Landeshauptmann war schließlich im Mai einer der ersten Politiker, der offen für eine Impfpflicht gegen Corona eintrat. Auch der Linzer Bürgermeister Luger zeigte bereits Symphatie für eine Corona-Impfpflicht. Auch Hein äußert diesen Verdacht: „Nun bahnt sich das an, wovor wir Freiheitlichen immer gewarnt haben – eine Test-Pflicht durch die Hintertür.“ Dabei sollte jeder über seinen Körper selbst bestimmen dürfen, erklärt Hein, der eine Test- und auch eine Impfpflicht aus freiheitlicher Sicht kategorisch ausschließt.