Großbritannien soll sein Geld verändern und darauf vermehrt ethnische Minderheiten darstellen, fordert eine Kampagne.

Die Bilder auf der britischen Währung sollen Menschen darstellen und ehren, die geholfen haben das Königreich aufzubauen. Dass allerdings bisher nur Weiße auf den Banknoten und Münzen zu finden sind, sollte schleunigst geändert werden, wie die Kampagne „Banknotes of Colour“ fordert.

Interessengruppe wollte „inklusives Geschichtsbild“

„Menschen unterschiedlicher Herkunft haben dabei geholfen, Großbritannien aufzubauen“, sagte Zehra Zaidi, eine frühere konservative Parlamentskandidatin, dem britischen Blatt „The Independent“. „Die ‚We Too Built Britain‘-Kampagnengruppe plädierte für ein inklusives Geschichtsbild und wollte dazu Menschen mit verschiedenen sozialen und ethnischen Vorgeschichten zeigen, die dabei geholfen haben, Großbritannien aufzubauen„, so Zaidi.

Beiträge der ethnischen Minderheiten wertschätzen

Laut der Kampagne soll britisches Geld fortan „diejenigen zeigen, von denen wir glauben, dass sie etwas zu unserer Geschichte, Wirtschaft und Kultur beigetragen haben. Unsere Kampagne hält es für dringend nötig, wertzuschätzen, dass ethnische Minderheiten einen großen Teil hierzu beigetragen und viel erreicht haben“.

Und die Kampagne stößt bereits auf Zustimmung aus der Politik. Finanzminister Rishi Sunak will Möglichkeiten prüfen, dass einflussreiche Menschen verschiedener ethnischer Herkunft ihren Platz auf Britannias Geld finden.

Erste Kandidaten für neue Geldscheine stehen bereits

In Erwägung gezogen werden etwa Mary Seacole, eine britisch-jamaikanische Krankenschwester während des Krim-Kriegs, sowie Khudadad Khan und Kulbir Thapa Magar – der erste indische und der erste nepalesische Soldat, die das Victoria-Kreuz – eine der höchsten britischen Tapferkeitsauszeichnungen erhielten.