Am 23. Juni veröffentlichte die besonders auf den Ibiza-Skandal spezialisierte Enthüllungsplattform EU-Infothek brisante Protokolle. Demnach ist mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf zu schließen, dass hohe Behördenkreise bereits im Jahr 2018 in vollem Umfang über das Ibiza-Video informiert waren.

Laut EU-Infothek beruhen die Informationen auf Aussagen von „S.K.“, einem Freund von Julian H., dem mutmaßlichen und polizeilich gesuchten Drahtzieher hinter der illegalen Erstellung des Ibiza-Videos. Diese Aussagen wurden von der Staatsanwaltschaft St. Pölten festgehalten und am 10. März dieses Jahres an die Wiener Staatsanwaltschaft übermittelt.

Hohe Polizeibeamte hätten 2018 Berichte verfasst

S.K. habe im März 2019 detailliert angegeben, dass das Bundeskriminalamt bereits 2018 vom Ibiza-Video wusste. Dazu hätte er gleich mehrere Vorkommnisse zu Protokoll gegeben. „Es wäre ein Video von Strache aufgetaucht“, von dem „halb Wien“ Bescheid wisse. Strache wäre demnach „im Arsch“. S.K. gab an, all dies bereits 2018 einem Chefinspektor des Bundeskriminalamts erzählt zu haben, der darüber auch einen entsprechenden Bericht verfasst hätte. Darüber hinaus soll aus den Unterlagen hervorgehen, dass der mutmaßliche Drahtzieher Julian H. bis zum heutigen Tag über perfekte Verbindungen zu den österreichischen Polizeibehörden verfügt.

Die gesamte Recherche ist hier auf EU-Infothek nachzulesen.