Viele Terroristen im Ausland freuen sich über Sozialhilfe aus den westlichen Staaten.

Bereits vor zwei Jahren bekam der französische Abgeordnete Thierry Mariani Wind von der Sache. Der französische Staat überweist Sozialhilfe an Franzosen, die in Syrien für den Islamischen Staat (IS) kämpften. Jetzt wird in ganz Europa ermittelt. Jetzt geraten neue, erschütternde Vorwürfe ans Tageslicht.

Eine Reportage von Kornelia Kirchweger

Anmerkung der Redaktion: Kirchweger spricht am Mittwoch, den 15. November, 19 Uhr exklusiv in Wien. Hier gibt es mehr Informationen zur Top-Veranstaltung!

Bis zum Jahr 2016 sind rund 5.000 EU-Bürger aus verschiedensten Ländern in den Jihad gezogen. Verschiedene Medien berichten, dass europäische Staaten mittels 400 Überweisungen – über die Türkei –  an die zwei Millionen Euro Sozialhilfegeld an Jihadisten ausgezahlt haben.

500.000 Euro Sozialgeld an 140 Krieger

Frankreich steht dabei ganz vorne. Zwischen 2012 und 2016 wurden von dort über 500.000 Euro Sozialhilfe an 140 IS-Kämpfer ausgezahlt.

Salopp formuliert, bezahlen die französischen Steuerzahler u.a. auch jene Extremisten, die in ihren Städten unschuldige Menschen ermorden – vielleicht sogar eigene Angehörige.

Dokumente bei Terroristen gefunden

Mitarbeiter des Wohlfahrtsamtes informierten Mariani, dass Sozialgelder in den mittleren Osten flossen. Syrische Beamte bestätigten das: man fand Unterlagen bei toten Jihadisten, die das belegen.

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Angehörige der IS-Extremisten in Frankreich hatten deren Pässe benutzt, um das Geld zu bekommen und leiteten es über ein Sympathisanten-Netzwerk weiter.

Mariani dazu: da es in Frankreich sehr viele Sozialhilfebezieher gebe, sei es unmöglich, festzustellen, ob diese im Land oder anderswo leben. „Unser Wohlfahrtssystem ist außer Kontrolle“, sagte er.

Australien: Invaliditätspension für IS-Kämpfer

Schon im Vorjahr wurde auch in Australien aufgedeckt, dass fast alle der „ausländischen Kämpfer“, die nach Syrien oder Irak gingen, von der Sozialhilfe lebten und dieses während ihres Trainings und auch später weiter bezogen.

Laut Untersuchungen sind etwa 100 Personen davon betroffen. Der australische Premierminister Tony Abbott war schockiert:  “…dass diese Leute von der Sozialhilfe lebten, ja sogar Invaliditätspension bezogen“.

Australien reagierte bereits: bezüglich Einwanderung und Integration werden jetzt andere Seiten aufgezogen.

Auch Österreicher im Kriegsgebiet

Die meisten EU-Bürger, die sich dem Jihad anschlossen, kommen aus Frankreich, England und Deutschland. Bei kleineren EU-Ländern liegt die höchste Dichte in Belgien mit über 600 bestätigten Fällen.

Aus dem terrorgebeutelten Belgien sollen etwa 600 ausländische Kämpfer stammen.

In den Niederlanden sind 220 Fälle, inklusive 70 Frauen belegt. Laut „Welt“ wurde an 29 „Dänen“ die für den IS kämpften, 90.000 Euro Sozialhilfe gezahlt.

Aus Österreich sind laut Innenministerium 278 Personen (Stand: Juli 2016) nach Syrien/Irak aufgebrochen oder hatten mindestens die Absicht dazu. Ob ihnen Sozialhilfe ins Ausland nachgeschickt wurde, ist nicht bekannt.

Schweden: Jihadisten-Mörder wieder „integrieren“

In Schweden sind 300 Fälle von „Auslandskämpfern“ dokumentiert. Weil diese Terroristen jetzt laufend zurückkehren – bisher 150 bestätigte Fälle –  verlangt die schwedische Kultur- und Demokratieministerin, Alice Bah Kuhnke, diese wieder in die „demokratische Gesellschaft Schwedens“ zu integrieren.  Die Ministerin hat selbst Migrationshintergrund: Ihr Vater ist Gambier.

Ob das bei Menschen möglich ist, die ihren „Feinden“ den Kopf abschlagen, die Kehle durchschneiden, sie mit Bomben in die Luft jagen oder auf andere Weise grausam ermorden, kann sie nicht beantworten.