Als außenpolitischer Sprecher der SPÖ pflegt EU-Spitzenkandidat Andreas Schieder weltweit Kontakte – darunter auch zu kurdischen Aktivisten. Pikant: 2014 forderte Schieder sogar bei einem Besuch in der Türkei, die stark umstrittene „Arbeiterpartei Kurdistans“ (PKK) von der Terrorliste der EU zu streichen!

Angesichts der EU-Spitzenkandidatur von Schieder sorgen seine Positionen zu der verbotenen Kurden-Partei nun im Netz erneut für Aufsehen. Besonders pikant: Auch beim heurigen SPÖ-Maiaufmarsch sollen laut FPÖ Unterstützer der terroristischen Organisation aufmarschiert sein!

PKK-Anschläge mit hunderten Toten

2016 wiederholte Schieder die Forderung nach einer Streichung der PKK von der EU-Terrorliste in einer offiziellen OTS-Aussendung. Doch die PKK gilt nicht nur in der EU und in der Türkei, sondern auch in den USA und der NATO als Terrororganisation.

Laut türkischen Behörden ist sie für mehrere hundert Tote verantwortlich. Allein 2016 kam es bei Anschlägen von PKK-Terroristen in Ankara zu mehr als 66 Toten.

Strache fordert Konsequenzen

2018 warnten deutsche Behörden vor Anschlägen der PKK. Gegenüber dem „Wochenblick“ schwieg Spitzenkandidat Schieder bis zum Redaktionsschluss am Montag eisern. Polit-Insider gehen indes davon aus, dass sich die SPÖ so die Wählerstimmen der in Österreich wahlberechtigten Kurden sichern will.

Bei türkischstämmigen Wählern erntete Schieder bereits Kritik. So wurde er von türkischen Nationalisten bei einer Demo 2016 als „PKK-Lobbyist“ bezeichnet. „Ich fordere eine sofortige Distanzierung und Konsequenzen von SPÖ-Chefin Rendi-Wagner. Warum darf eine Terrororganisation bei der SPÖ für Rendi-Wagner und Bürgermeister Ludwig aufmarschieren? Das muss Konsequenzen haben“, betont indes Vizekanzler Heinz-Christian Strache (SPÖ) angesichts der mutmaßlichen Teilnahme von PKK-Unterstützern beim SPÖ-Maiaufmarsch.