Während die rechtskonservative AfD-Partei deutschlandweit elf Prozent erzielte, schlug sie in Sachsen und Brandenburg sogar die CDU – und eroberte den ersten Platz.

So erreichte die junge Partei in dem Berlin umgebenden Brandenburg circa 20 Prozent und lag damit zwei Prozentpunkte vor der CDU. Letztere verlor im Vergleich zur EU-Wahl 2014 sieben Prozent.

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Debakel für Sozialdemokraten

Die SPD, die in Brandenburg einst als tonangebend galt, verlor sogar fast zehn Prozentpunkte – und rutschte damit auf 17,2 Prozent. Besonders verheerend fiel die EU-Wahl für die Sozialdemokraten in Sachsen aus. Dort erreichte die SPD 8,6 Prozent der Wählerstimmen.

Auch bei den Kommunalwahlen, die zeitgleich in zehn Bundesländern stattfanden, schnitt die SPD schlecht ab. So wurde sie im sächsischen Landkreis Bautzen nur noch unter „Sonstige“ gereiht. Die AfD triumphierte in Sachsen als Wahlsieger mit 25,3 Prozent vor der CDU (23 Prozent). Zugleich konnte die Partei bei den Wahlen in den Städte- und Gemeinderäten nicht alle Posten besetzen – es fehlte an Kandidaten.

Historischer Erfolg für AfD-Wippel

Im ostsächsischen Görlitz gewann Sebastian Wippel (AfD) mit 36,4 Prozent die 1. Runde der Oberbürgermeister-Wahl. In einem Statement exklusiv gegenüber dem  „Wochenblick“ verlautete er: „In der wunderschönen Filmstadt Görlitz gibt es nach wie vor überdurchschnittliche Probleme mit der Grenzkriminalität. Für die Rückkehr von Familien müsste deutlich mehr getan werden und wir brauchen innovative Unternehmen, da der überhastete Kohleausstieg die Lausitz hart treffen wird.
All diese Probleme gehen auf das Konto der Altparteien. Ich bin deshalb sehr froh, dass sich Görlitz für eine konservative Wende entschieden hat. 36,4 Prozent sind natürlich ein phänomenales Ergebnis. Wir werden jetzt drei Wochen hart dafür kämpfen, um diesen Wahlsieg zu bestätigen. Ein ‚Weiter so!‘ mit dem CDU-Kandidaten Octavian Ursu wäre fatal.“