Die nervöse Freude der Frau, endlich – nach einer gefühlten Ewigkeit in der Warteschlange – kurz Gelegenheit zu haben, mit Harald Vilimsky persönlich zu sprechen, ist nicht zu übersehen.

Ein Kommentar von René Rabeder

Spitzenpolitiker hautnah

Er ist ruhig und geduldig, hört ganz offensichtlich wirklich aufmerksam zu. Obwohl er seit Stunden nichts anderes macht als Hände zu schütteln und sich die Sorgen möglicher Wähler anzuhören. Ich habe noch nie zuvor einem Spitzenpolitiker so hautnah im Wahlkampf über die Schulter schauen dürfen und bin überrascht.

Ehrlich gesagt auch davon, wie echt das Interesse an den Ängsten und Sorgen der Österreicher nach all den Jahren und all den Wahlkämpfen bei Vilimsky noch immer ist.„Früher habe ich meiner Tochter immer gesagt, sie soll nie so sprechen, wie die FPÖler im Fernsehen“, bricht es aus der Frau heraus. Es wäre viel zu aggressiv, viel zu laut gewesen, erzählt sie.

Neue Rolle der FPÖ

„Früher waren wir ja die Angreifer“, antwortet der freiheitliche Spitzenkandidat zur EU-Wahl mit einem Lächeln. Mir wird klar, was er damit genau meint. Die FPÖ ist, seit sie Regierungsverantwortung trägt, zum Verteidiger geworden. Nicht aber etwa zum Verteidiger der eigenen Posten und der eigenen Macht, wie das in früheren Koalitionen so gut wie immer Usus war, sondern zum Beschützer unserer Werte und unseres Landes. Unserer Heimat. Der Angriff kommt heute mehr denn je aus Brüssel. Die bunte Vielfalt unseres Kontinents ist in Gefahr, so deutlich muss man das ansprechen. Massenmigration, Terror und explodierende Kriminalitätsraten gehen mit dem globalistischen Traum der „Vereinigten Staaten von Europa“ Hand in Hand, vor dem uns Vilimskys Freiheitliche am 26. Mai verteidigen wollen.

Die FPÖ wurde über die Jahre nicht leiser. Die Welt um sie herum wurde lauter. Alle Warnungen eines Angreifers wurden zur Realität eines Verteidigers. „Aber jetzt bin ich sehr stolz auf Sie, weil Sie mit allem immer recht hatten“, schließt die Frau und hält ihre kleine Österreich Fahne und einen Stift hoch. Er unterschreibt. Der nächste aus der Schlange ist an der Reihe. Und Vilimsky hört ihm zu.