Die Europäische Union ist längst kein Abstellgleis für nutzlos gewordene Politiker mehr, die so zu ihren Versorgungsposten kommen, sondern sitzt fest im Sattel der globalistischen Agenda. „Europa. Das hat Zukunft“ gibt sich die Brüsseler Krake zum diesjährigen Europatag selbstbewusst und siegessicher.

Gastkommentar von Franziska Bernhard

Dabei strotzt es nur so vor Propaganda: das Wiener Museumsquartier wird mit EU-Symbolen bestrahlt, selbst auf dem Land wird die Flagge der EU gehisst und Bundespräsident Van der Bellen „diskutiert mit Jugendlichen“ – freilich systemkonformen – über die Zukunft Europas unter der Leitung von ORF-Thurnher.

Das Ende der Souveränität

Doch das Spektakel „ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Wo die Eurokraten Bürgerbeteiligung draufschreiben, ist nur eine Scheinmitsprache drin. Denn sie sehen die Zukunft Europas in noch mehr Zentralismus, noch mehr Bürokratie, noch weniger Souveränität für die Mitgliedsstaaten und damit noch weniger Mitspracherechte für deren Bürger“, kritisiert FPÖ-Abgeordneter Harald Vilimsky.

Die verdeckte Einführung der „EUdSSR“

Unter dem Deckmantel der künstlich erzeugten Corona-Krise wird in diesem Jahr die Schuldenunion eingeführt – getarnt als angebliche Wiederaufbauhilfe. Faktisch werden damit aber nur die mehr oder minder insolventen Staaten durch die Nettobeitragszahler finanziert und bleiben dadurch erpressbar. Nationale Souveränität ist ohnehin das Gegenteil dessen, was die EU anstrebt. Offen gibt sie zu, Supranationalität als einen ihrer wichtigsten Leitsätze zu pflegen. Doch viele Mitgliedsstaaten scheuen die zentralistischen Pläne der EU, denn damit müssten nicht nur bestehende Verträge weiter geändert werden, sondern in einigen Ländern auch Volksabstimmungen durchgeführt werden, die bisweilen anders ausgegangen sind, als die Herrschenden es sich vorgestellt hatten.

Europa blind durch Propaganda

Zugedeckt mit eurokratischer Propaganda lohnt sich der Blick nach Osten: Die nationalkonservative und globalisierungskritische Hindustan Times mit fast 5 Millionen Lesern schreibt dazu freimütig: Die EU ist ein Testfeld der neuen Weltordnung. Hier soll ausprobiert werden, wie Staaten auch unpopuläre Entscheidungen durchdrücken können.

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