Mehr als zwei Jahrzehnte lang prägte Josef Pühringer (ÖVP) als Landeshauptmann die Politik in Oberösterreich. Auch nach der Amtsübergabe an Thomas Stelzer (ebenfalls ÖVP) bleibt der Ex-Landesvater politisch aktiv: Als Landesobmann des Seniorenbunds will Pühringer die Interessen der oberösterreichischen Senioren vertreten.

Jetzt hat sich Pühringer zum Pensionsprogramm der neuen schwarz-blauen Regierung geäußert. „Eine Reihe von langjährigen Forderungen des Seniorenbundes werden mit dem Regierungsprogramm der neuen Bundesregierung erfüllt“, freut sich der Ex-Landeshauptmann.

Lob für Mindestpension

So begrüßt Pühringer – Stichwort Mindestpension – unter anderem die Anhebung der Ausgleichszulage auf 1.000 Euro bei 30 Beitragsjahren und auf 1.200 Euro bei 40 Beitragsjahren für Pensionisten bzw. auf 1.500 Euro bei Familien.

Einbeziehung der Erziehungszeiten gefordert

Insbesondere das „klare Bekenntnis zur Werthaltigkeit der Pensionen“ im Regierungsprogramm lobt Pühringer. Auch die Ankündigung, arbeitende Pensionisten von Pensionsbeiträgen zu befreien und Ausgleichszulagenbeziehern bei einer Erwerbstätigkeit nicht sofort die Ausgleichszulage zu streichen, hebt er als positiv hervor. Begrüßenswert seien auch die im Regierungsprogramm angedachten Maßnahmen in der Pflege.

In einzelnen Punkten geht das Regierungsprogramm Pühringer jedoch nicht weit genug. Er fordert unter anderem die Einbeziehung der Kindererziehungszeiten in die Berechnung der Pensionen!

„Start sollte in dieser Regierungsperiode erfolgen“

„Das ist natürlich eine kostenintensive Forderung, aber eine sehr gerechtfertigte, insbesondere den Frauen gegenüber. Natürlich kann dies mit Rücksicht auf die Staatsfinanzen nur schrittweise realisiert werden, aber der Start sollte in dieser Regierungsperiode erfolgen“, unterstreicht der altgediente Ex-Landesvater dazu.

Landeshauptmann: „EU ist unfähig“

Qualitätssicherung in der Pflege

Zudem verlangt Pühringer in der Pflege eine besondere Qualitätssicherung – etwa durch die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze sowie durch die Einführung von Qualitätszertifikaten.

Mutig mischt sich der altgediente OÖ-Politiker Pühringer – auch nach seiner Amtszeit als Landeshauptmann – in die heimische Politik ein. So bekannte er sich etwa im exklusiven „Wochenblick“-Interview Ende 2017 zur doppelten Staatsbürgerschaft für Südtiroler.

Mutige Polit-Bekenntnisse

„Es besteht eine historische Verbindung zwischen Österreich und Südtirol, die bis in die Gegenwart wirkt“, unterstrich unser ehemaliger Landesvater damals.