Der ganze Wahlkampf dreht sich um Themen, die von der Strache-FPÖ seit Jahren angesprochen wurden. Einwanderung, Asyl, Sozialmissbrauch, Sicherheit und nicht zuletzt der politische Stil in unserem Land.

Seit zwölf Jahren steuert Heinz-Christian Strache damit seine FPÖ von Wahlerfolg zu Wahlerfolg. Jetzt könnte er die Blauen erstmals wieder in eine Regierung führen.

Die Erwartungshaltung seiner Parteifreunde und Anhänger ist groß und viele Österreicher klammern sich an die FPÖ als „letzte Hoffnung“.

„Sehe Wahlsonntag frohen Mutes entgegen“

Der blaue Parteichef weiß das und hat sich vom lauten Oppositionspolitiker zum staatsmännischen „Vordenker“ entwickelt, wie ihn die Partei auf Wahlplakaten bezeichnet.

Doch welche Handschrift soll eine Regierung mit FPÖ-Beteiligung tragen und wie wahrscheinlich ist es, dass Strache Kanzler oder Vizekanzler wird? Der „Wochenblick“ hat darüber exklusiv mit dem FPÖ-Chef gesprochen.

Starker Rückenwind

Wochenblick: Sehr geehrter Herr Strache, wie ist Ihre Stimmung wenige Tage vor der Wahl? Haben Sie ein gutes Gefühl für Sonntag?

HC Strache: Durch die vielen Gespräche der letzten Wochen in ganz Österreich haben wir starken Rückenwind durch unsere Bürger erfahren dürfen.

Unsere tüchtigen Wahlhelfer und freiheitlichen Lokalpolitiker haben einen ausgezeichneten Wahlkampf geführt und wir sehen dem Wahlsonntag frohen Mutes entgegen!

Automatisch gespeicherter Entwurf 43

Zuwanderung stoppen

Die durch die Masseneinwanderung verschärften Probleme wie Islamisierung, Terror, Sozialmissbrauch oder Kriminalität sind für viele Österreicher wahlentscheidend. Haben Sie punkto „Migrationspolitik“ Koalitionsbedingungen an Ihre möglichen Partner in der Regierung? Gibt es Forderungen, die Sie gesichert wissen wollen, damit eine freiheitliche Regierungsbeteiligung Sinn hat?

Für uns Freiheitliche ist es wichtig, dass eine weitere Zuwanderung gestoppt wird, Asylverfahren beschleunigt werden und, im Falle eines negativen Bescheides, eine sofortige Abschiebung in das Heimatland eingeleitet wird.

Sofortige Abschiebungen bei Negativbescheid

Das betrifft natürlich auch hier in Österreich straffällig gewordene Migranten. Der Anziehungsmagnet Mindestsicherung muss schnellstens korrigiert werden, einerseits, um nicht noch mehr Zuwanderer in unser Sozialsystem anzulocken und andererseits um Fairness für alle Österreicher wieder herzustellen, welche jahrelang in unser Sozialsystem durch harte Arbeit eingezahlt haben.

FPÖ fordert härtere Maßnahmen gegen Kriminelle

Fairness als großes Thema

Gerade was eine mögliche FPÖ-Regierungsbeteiligung betrifft, haben die Wähler eine sehr hohe Erwartungshaltung. Was wären die ersten Maßnahmen und Schritte, wenn Sie das Sagen hätten?

Wie gesagt, die Waage der Fairness ist wieder zu eichen und gerade zu richten. Die wichtigsten Punkte unseres Wirtschaftsprogrammes sind bereits in den ersten 100 Tagen einzuleiten, um schnellstmöglich Strukturen zu reformieren und Ausgaben einzusparen, welche dem österreichischen Steuerzahler letztendlich zu Gute kommen sollen.

Und eine Grundbedingung ist die Einführung echter direkter Demokratie.

interview hc strache wochenblick

„Kurz hat als Minister versagt“

Sebastian Kurz versuchte in diesem Wahlkampf Stimmen von der FPÖ abzugraben, indem er eine strengere Einwanderungspolitik forderte. Ist das glaubwürdig?

Herr Kurz hat als Außen- und Integrationsminister komplett versagt. Es geht doch aus seinen eigenen geleakten Strategiepapieren hervor, dass er und sein Ministerium nicht den blassesten Schimmer von der Zahl der Eingewanderten haben.

Als Spätzünder kopiert er die Ideen der FPÖ, das hat der Wähler jedoch schon längst durchblickt.

Alte Strukturen aufbrechen

Viele Wähler finden Ihr Wahlprogramm und Ihre Slogans richtig. Doch dann ist wieder die Scheu da „einen Strache“ oder „die FPÖ“ zu wählen. Was sagen Sie diesen Leuten um Ihnen die Angst vor einer solchen Veränderung zu nehmen?

Wenn in Österreich eine neue Fairness anbrechen und alte Strukturen der großen Koalition, die immer nur verspricht aber nichts hält, aufgebrochen werden sollen, gelingt dies nur mit einer Stimme für die FPÖ.