Mit seinem Buch „White Girl Bleed a Lot“ über das Tabuthema Afroamerikanische Kriminalität gelang dem Journalisten Colin Flaherty 2013 ein Nr. 1-Amazon-Bestseller. Mit seinen akribisch recherchierten Fallstudien sorgte er für Aufsehen in der englischsprachigen Welt, u.a. CNN und „USA Today“ berichteten ausführlich. 2015 erschien das ebenfalls vielbeachtete Buch „Don‘t Make The Black Kids Angry“.

„No-Go-Zonen“

Wochenblick: Präsident Trump sagte, dass er die US-Städte wieder sicher machen wird. Gibt es in diesen Städten wirklich ernsthafte Probleme? Sind die Gewalt- und Kriminalitätsraten in den letzten Jahren stark angestiegen?

Colin Flaherty: In meinen Büchern und Videos dokumentiere ich, dass heutzutage viele amerikanische Städte gefährlich und voll von „No-Go-Zonen“ sind. Und in diesen „No-Go-Zonen“ geht Kriminalität und Gewalt nachweislich unverhältnismäßig stark von Schwarzen aus. Ich dokumentiere außerdem, wie Journalisten und Beamte diese Zustände leugnen und absichtlich verfälschen.

Geht die Gewalt tatsächlich primär von der hispanischen Bevölkerung aus? Gibt es eine Verbindung zwischen illegaler Einwanderung und Kriminalität?

Meine Arbeit dokumentiert den Anteil der schwarzen Bevölkerung an der Kriminalität, nicht jenen der hispanischen. Ich habe 35 Jahre lang in San Diego (Anm.: zweitgrößte Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien) gelebt, wo ich als Reporter gearbeitet habe. Jetzt lebe ich an der Ostküste, wo deutlich mehr Schwarze sind als in San Diego.

In San Diego wird wenig über Gewalt und Kriminalität von Hispanics gesprochen. Meiner persönlichen Erfahrung nach sind Hispanics fleißigere, gottesfürchtigere und bessere Familienmenschen  als durchschnittliche Amerikaner. Das gleiche kann man hinsichtlich Gewalt und Kriminalität von den Schwarzen nicht behaupten.

Sinkende Inhaftierung

Kam es während der Präsidentschaft von Barack Obama zu einem Anstieg schwarzer Kriminalität?

Eine Sache, über die ich in meinen Büchern spreche, ist, wie unglaubwürdig die Kriminalitätsstatistiken sind. Zum Beispiel die Stadt Baltimore (Anm.: Größte Stadt im US-Bundesstaat Maryland): In dieser Stadt sind sowohl die Kriminalität, als auch der schwarze Bevölkerungsanteil besonders hoch. Doch der Bürgermeister prahlt damit, die Inhaftierungen von 100.000 auf 50.000 jährlich gesenkt zu haben. Nach diesem Muster wird landesweit vorgegangen, auch in Bezug auf die Schulen.

Die Personen, die also damit prahlen, die Inhaftierungszahlen gesenkt zu haben sind dieselben Personen, die ein Jahr später damit prahlen, dass die Kriminalität gesunken sei. Es ist also sehr schwer, eine exakte Kriminalitätsstatistik ordentlich zu ermitteln. Was wir aber mit Sicherheit sagen können ist, dass es eine unvorstellbare Zahl an Feindseligkeit und Gewalt von Schwarzen gegen Weiße in diesem Land gibt. Wesentlich mehr als die Verbrechen, die von Weißen gegen Schwarze begangen werden.

Was sollte Präsident Trump unternehmen, um rassisch motivierte Verbrechen in den Städten zu stoppen?

Das ist eine gute Frage. Folgendes wissen wir: In den letzten acht Jahren hat Präsident Obama das Thema Rassismus zum Teil der Struktur auf allen Ebenen der US-Regierung gemacht. Der Justizminister spricht ständig darüber, dass viele Schwarze lediglich wegen angeblich rassistischen Gründen im Gefängnis wären.  Die Umweltschutzbehörde spricht von „Umweltrassismus“. Diese Liste geht ewig weiter – es ist alles in meinen Büchern ausführlich dokumentiert.

Ich glaube nicht, dass irgendjemand rassisch motivierte Straftaten verhindern kann, ohne das  staatlich institutionalisierte Ressentiment zu stoppen, das eine große Mitschuld daran trägt.  (Anm.: Unter dem Vorwurf der „Vorherrschaft der Weißen“ – „white supremacy“. – wird versucht, jegliche Form weißer Selbstbehauptung zu stigmatisieren, und den Weißen einen Schuldkomplex – „white guilt“ – einzureden.)

In der Zwischenzeit würde ich vorschlagen, er sollte auf keinen Fall etwas verharmlosen und den Schwarzen sagen, sie sollen aufhören der weißen Bevölkerung für ihre Probleme die Schuld zu geben.

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