Expertin: Neuer Asyl-Tsunami zerstört EU

Ein Kommentar von Mag. Kornelia Kirchweger

Nicht schlecht, was sich die UNO-Organisation „Italienischer Rat für Flüchtlinge“ (CIR) da jetzt erlaubt! Deren Chef, Christopher Hein, fordert doch glatt eine Art Asylwerber-Sturm auf die Brennergrenze! „Wir öffnen die Häfen und schicken den Großteil unserer Flüchtlinge in Zügen an den Brenner“, sagte er kürzlich. In Italien liegen wegen der täglich ankommenden Migranten die Nerven blank.

Dann werde Europa hoffentlich endlich reagieren, sagte Hein.

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Kornelia Kirchweger / (c) Privat

Keine Chance auf Asyl

Mit anderen Worten: die UNO-Organisation CIR droht eine feindliche Invasion illegaler Migranten in europäische Länder an. Hein weiter: „In Deutschland, in Belgien, in den Niederlanden stehen Hunderte von Aufnahmeeinrichtungen leer. Und in Italien ist alles überfüllt – das ist doch paradox.“

Doch paradox ist ganz etwas Anderes: die offenbar gezielte Untätigkeit der EU an der Mittelmeergrenze, wo in Zusammenarbeit mit der EU-Agentur Frontex und u.a. von George Soros finanzierten Schlepper-NGOs täglich afrikanische Migranten an die italienische Küste geschippert werden.

Zustände wie 2015

Inoffiziell heißt es selbst in Rom: „70 bis 90 Prozent dieser Zuwanderer aus Nigeria, Elfenbeinküste, Senegal oder Guinea haben gar keine Chance auf Asyl. Sie fallen auch nicht unter die von der EU beschlossenen Umverteilungsregeln.“

Wenn Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil dann am Brenner nicht umsetzt, was er in großen Worten ankündigte und die Exekutive die anstürmenden Migranten wieder durchwinken muss, haben wir Zustände wie 2015. Diese neue afrikanische Einwanderungswelle werden die Länder der EU kulturell und finanziell dann nicht mehr heil überstehen.

Asyl-Lobby in Italien

Das CIR wurde 1990 von der UNO gegründet und ist ein Sammelsurium aus humanitären Organisationen und Gewerkschaftsverbänden. Ihr Ziel ist „die Verteidigung der Rechte“ von Flüchtlingen und Asylwerbern. CIR hilft bei der Neuansiedlung und Integration dieser Menschen in Kooperation mit der EU. CIR ist in ganz Italien und Nordafrika vertreten und aktiv. Es ist auch Mitglied des „Europäischen Rates für Flüchtlinge und im Exil Lebender“ (ECRE).

Kornelia Kirchweger hat Publizistik und Japanologie studiert. In Vergangenheit arbeitete sie für die Austria Presse Agentur (Außenpolitik) und den Bundespressedienst (Schwerpunkt EU-Beitritt). Sie sammelte zusätzlich Erfahrungen bei ihren zahlreichen Auslandsaufenthalten in Asien, Afrika und den USA. Ihre Schwerpunkte beim „Wochenblick“ sind: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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