Facebook stuft die Sichtbarkeit von coronakritischen Kommentaren zurück, selbst wenn diese sachlich richtig sind. Diese Information wurde dem US-Aufdecker-Portal Project Veritas durch Informanten aus Facebooks Reihen zugespielt. Einer der Informanten wurde kurz nach dem Bekanntwerden fristlos entlassen.

Von Christoph Uhlmann

  • Algorithmus teilt FB-User in zwei Gruppen von „Impf-Zögerern“ ein.
  • Informationen stammen von zwei Facebookmitarbeitern, die damit an Project Vertitas herangetreten sind.
  • Durch die Zuteilung in die zwei Gruppen, werden Reichweite und mögliche Likes eingeschränkt.
  • Die Einteilung erfolgt ohne das Wissen der betroffenen FB-Nutzer.
  • Nach der Veröffentlichung dieser Informationen wurde einer der Informanten fristlos entlassen.

In der Fox-News-Sendung „Hannity“ wurde kürzlich bekannt, dass zwei ursprünglich anonym bleiben wollende Informanten aus den Reihen von Facebook an Project Veritas herangetreten sind, um Informationen und Dokumente darüber zu veröffentlichen, wie Facebook coronakritische Kommentare zensiert. Dabei soll es unerheblich sein, ob der Inhalt der Kommentare in der Sache korrekt ist. So würde beispielsweise ein Kommentar, der danach fragt, warum man Masken tragen müsse, obwohl man bereits geimpft ist, schon vom Algorithmus automatisch „zurückgestuft“ was die Sichtbarkeit oder die möglichen Likes betrifft. Wieder einmal ein klarer Fall von Zensur auf Facebook.

Einteilung in zwei Gruppen von „Zögerern“

Laut James O’Keefe, dem Kopf von Project Veritas, handelte es sich vorerst um eine Testversion dieses Algorithmus. Dieser teilte 1,5 Prozent der fast drei Milliarden Facebook-Nutzer in zwei verschiedene „Stufen“ von „Impf-Zweiflern“ ein. Eine Stufe ist tatsächliche Kritik an den Impfungen. Die zweite Stufe sei die, einer „indirekten Abschreckung“, wie im Beispiel oben. Sprich: alles was andere Nutzer zum Nachdenken über die Impfungen anregen könnte, soll zensiert werden. Aus den vorliegenden Dokumenten gehe ausdrücklich hervor, dass die Zuteilung in die Stufe 2 auch dann zu erfolgen hat, wenn der sachliche Inhalt des Kommentares vollkommen der Wahrheit entspricht.

Facebook lügt offensichtlich

Nach der Veröffentlichung setzte sich Project Veritas mit Facebook für eine Reaktion in Verbindung und erhielt folgendes Statement: „Wir haben diese Richtlinie vorsorglich auf unserem Firmenblog verkündet und auch unser Hilfe-Center mit diesen Informationen aktualisiert.“ Laut O’Keefes Recherchen soll dies allerdings nicht der Wahrheit entsprechen, da die meisten dieser Dokumente nicht dort veröffentlicht seien. O’Keefe weist im Interview ausdrücklich darauf hin, dass Facebook versuchte diese Information vor den Nutzern geheim zu halten.

Panik beim Social-Media-Riesen?

Die Tatsache, dass Facebook „erstmals“ auf eine Anfrage durch die Aufdecker geantwortet hat, anstatt sie zu „ignorieren oder zu attackieren“, zeige, wie sehr FB davor Angst hat, dass diese Informationen einer breiten Öffentlichkeit bekannt werden, meinte O’Keefe. Er betont, dass diese Einstufung ohne das Wissen der Nutzer geschieht und ihre Kommentare dadurch weniger Reichweite bekommen und die „Likes“ begrenzt würden.

Informant fristlos entlassen

Einer der Informanten, Morgan Kahmann, wurde kurz nach der Veröffentlichung dieser Informationen von FB fristlos entlassen, weil er „gegen die Firmenrichtlinien verstoßen“ habe. Der junge Computer-Techniker zeigte sich in einem Video von Project Veritas darüber gefasst, da er mit dieser Reaktion gerechnet habe. Er wurde entlassen, weil er die Wahrheit veröffentlicht hat.

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