Die FPÖ startete am Samstag in ihren Parteitag in der Grazer Messehalle. Circa 870 Delegierte wählen nach dem Rücktritt von Ex-Chef Heinz-Christian Strache im Mai nun dessen designierten Nachfolger Norbert Hofer heute mit 98,25 Prozent offiziell zum neuen FPÖ-Obmann.

Ziel seiner Obmannschaft sei es, die FPÖ zur stärksten parlamentarischen Kraft in Österreich zu machen. Über ein Durchgriffsrecht Hofers für Parteiausschlüsse wurde ebenfalls abgestimmt. Als Ziel wurde die Umsetzung des ÖVP-FPÖ-Regierungsprogrammes per Leitantrag definiert.

„Wir sind wieder da“

„Ich nehme die Wahl an, liebe Freunde. Wir sind wieder da“, rief Hofer den jubelnden Delegierten zu und freute sich über das „unglaubliche Ergebnis“. Die politischen Gegner können sich jetzt „warm anziehen“, so Norbert Hofer.

Zu den stellvertretenden Bundesobleuten wurden einstimmig Herbert Kickl, Manfred Haimbuchner, Marlene Swatzek, Harald Stefan, Mario Kunasek und Gernot Darmann gewählt. Sie alle nahmen die Wahl an.

Hofer: Gesetz gegen den politischen Islam

Im Wochenblick-Interview mit Chefredakteur Christian Seibert stellt Norbert Hofer und Herbert Kickl fest: „Wir haben in Österreich 800.000 Muslime. Wenn wir ein Ausländerwahlrecht haben, wird sich als erstes eine muslimische oder türkische Partei gründen – und dann ist Österreich verloren.“