Dieses Video sorgt gerade auf Facebook für Wirbel: Dort ist ein maskierter Mann in einem Zug zu sehen, der ein Schild mit der geheimnisvollen Aufschrift „Etwas wird passieren“ vor sich herträgt und durch einen Waggon marschiert. Auf der Rückseite ist der offenbar gleiche Text auf Slowakisch zu lesen. Laut dem Poster des Videos habe es sich um einen angeblichen ÖBB-Zug gehandelt, der am Mittwoch 16.38 von Bratislava aus nach Wien fuhr.

Das veröffentlichte Video ist dabei äußerst kurz: Der rätselhafte Masken-Mann antwortet auf die Nachfrage einer leicht verstörten Zugreisenden auf Englisch, es handele sich um „performance art“ – also Aktionskunst.

Auftritt von extremen Linken?

Mehr ist dem geheimnisvoll wie beängstigend wirkenden Video nicht zu entnehmen. Doch nun wurden dem „Wochenblick“ pikante Details über den äußerst rätselhaften Auftritt zugespielt. Reisende hätten sich verängstigt und bedroht gefühlt – darunter auch Familien, berichtet ein Insider.

Die Augenzeugin vermutet, dass es sich um einen klar extrem linken Auftritt gehandelt habe. Weil sie ein Leiberl der rechten „Identitären Bewegung“ getragen haben, hätten sie die Masken-Männer verbal attackiert! Sogar einen roten Kreis mit Kreide wollten die mutmaßlich extrem linken Personen um sie malen!

Video sorgt für Wirbel

Erst als die Betroffene ankündigt habe, den Vorfall per Handykamera filmisch zu dokumentieren, hätten die maskierten Männer von ihr abgelassen. Mehrere im Waggon anwesende Familien hätten sich zudem deutlich verängstigt gezeigt. Die Polit-Plattform „FMpolitics“ hat das Video auf Facebook veröffentlicht:

Nutzer schütteln den Kopf

Bei Facebook-Nutzern stößt die groteske Szenerie auf Unverständnis:

Vermummungsverbot?

Ein Nutzer merkt kritisch an, dass es sich zudem um einen Verstoß gegen das Vermummungsverbot in Österreich handeln könne:

ÖBB: Handelte sich um Kunstprojekt

Inzwischen hat sich auch die ÖBB selbst zu Wort gemeldet. „Liebe Community, was ihr auf eurer Seite – fälschlicherweise – als „Antifa-Demonstration“ tituliert, ist ein gemeinsames Kunstprojekt der Slowakei mit Österreich. Der Zug zwischen Bratislava und Wien wird anlässlich von 25 Jahren bilateraler Verbindungen zwischen den beiden Ländern über Monate mit verschiedenen Ausstellungen, Kunst-Performances etc. bespielt“, informiert ein gewisser „Simon“ vom Social-Media-Team der ÖBB.

Es handele sich bei dem seltsamen Auftritt um einen Bestandteil des Kunstprojekts „T.R.A.M. – Zeitreise Wien-Pressburg“. Zur angeblichen linksextremen Verbal-Attacke gegen die Augenzeugin äußerte sich der ÖBB-Mann in seinem Posting freilich nicht.

VdB unterstützte „T.R.A.M.“-Projekt

„Gemeinsam mit Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, seinem Amtskollegen aus der Slowakischen Republik, Ing. Andrej Kiska, ÖBB-CEO Andreas Matthä und ZSSK-CEO Filip Hlubocký feierten zahlreiche geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Kultur die offizielle Eröffnung des Kunst-Projektes“, heißt es zudem in einer offiziellen ÖBB-Aussendung zu dem Kunstprojekt vom 19. Februar 2018.

Unser Bundespräsident unterstützte medienwirksam das österreichisch-slowakische „T.R.A.M. – Zeitreise Wien-Pressburg“ .

Nutzer stinksauer

Die Nutzer haben indes für diese Erklärung wenig Verständnis, fühlen sich veralbert und eingeschüchtert:

„Gruselige Maskerade“

Einige Facebook-Nutzer kritisieren besonders, dass Zugtickets aus ihrer Sicht mitunter sehr kostenintensiv seien. Umso unverständlicher sei es, dass man so eine „gruselige Maskerade“ in einem Zug über sich ergehen lassen müsse.