Der Kärntner Grünen-Sprecher Matthias Köchl wurde vor Kurzem in Italien wegen Verdachts auf Beihilfe zur Schlepperei verhaftet, nun gab er seinen Rücktritt bekannt. Seine Funktion als Landesparteichef legte er zurück. Vergangene Woche wurde Köchl von den Carabinieri am italienischen Grenzübergang Tarvis nach Österreich festgenommen worden, seit Dienstag ist er wieder auf freiem Fuß.

Als Köchl zu einer Kontrolle in Tarvis angehalten wurde, hatte er einen 27 Jahre alten Iraker bei sich im Auto, so die Carabinieri. Der Kärntner Grüne soll nervös gewirkt haben. Der Iraker soll außerdem keine Dokumente bei sich gehabt haben. Köchl wurde daraufhin festgenommen und nach Udine ins Gefängnis gebracht. Vergangenen Dienstag kam er wieder frei. Sein Auto und Smartphone wurde beschlagnahmt, der Prozess findet in Udine statt. Wann ist jedoch noch nicht bekannt. Köcher hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Eine Anfrage des „Wochenblicks“ wurde indes noch nicht beantwortet.

FPÖ fordert Konsequenzen

Der FPÖ fordert nun in einer Aussendung „rigorose rechtliche Konsequenzen“, falls sich die Vorwürfe gegen Köchl bestätigen sollen. „Die Hilfe der illegalen Einreise ist strafbar und kein Kavaliersdelikt“, sagte dazu der freiheitliche Generalsekretär Christian Hafenecker. Für ihn besteht ein Zusammenhang mit den „beworbenen Methoden auf der Internetseite www.fluchthelfer.in“. Hafenecker erklärt, dass auf dieser Internetseite erklärt werden würde, wie man Fluchthilfe leisten könne, der Schengenraum ausgenutzt und die stichprobenartigen Grenzkontrollen umgangen werden können.