Nach Babyelefanten und simplem Mund-Nasen-Schutz kommt nun die FFP2-Maske als neues Allheilmittel gegen Corona zum Einsatz und ist inzwischen vielerorts Pflicht. Dabei raten selbst offizielle Stellen vom Einsatz der Maske ab, da die Gefahren den Nutzen bei falscher Anwendung überwiegen.

Der Sinn einer FFP2-Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Verkehr ist mehr als zweifelhaft. Es gibt mehrere Studien, die den Nutzen der Gesichtsbedeckung untersucht haben: So kam eine im November veröffentlichte dänische Studie („Effectiveness of Adding a Mask Recommendation to Other Public Health Measures to Prevent SARS-CoV-2 Infection in Danish Mask Wearers“) zu dem Ergebnis, dass keine statistisch signifikanten Unterschiede bei Infektionen zwischen Maskenträgern und Nicht-Maskenträgern festzustellen waren. Für die Studie wurden die Probanden in zwei Gruppen eingeteilt.

Masken wirkungslos

Eine Gruppe (3030 Personen) erhielt chirurgische Masken, die zweite Gruppe (2994 Personen) war ohne derartige Bedeckungen unterwegs. Beide Gruppen waren zudem angehalten, sich an die in Dänemark geltenden Corona-Regeln wie Abstände zu halten. Bei Ende der Studie hatten sich aus der ersten Gruppen 1,8 Prozent (42 Personen) mit Corona infiziert, aus der zweiten Gruppe 2,1 Prozent (53 Personen) – von 4.862 Testpersonen, die die Studie bis zum Ende mitmachten.

Ähnliches zeigte sich auch bei einer veröffentlichten Auswertung der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC von 14 Studien, die zu dem Ergebnis kam, dass chirurgische Masken nicht vor Infektionen schützen. Nun soll durch die FFP2-Maske alles besser werden? Selbst auf der Seite des Robert Koch Institutes heißt es, dass im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 FFP2-Masken nicht zur privaten Nutzung empfohlen werden.

Gesundheit in Gefahr

Denn die Masken gewährleisten nur Schutz, wenn sie wirklich dicht sitzen. Und dies wird bei Laien bezweifelt, vielmehr wird davon ausgegangen, dass der „Eigenschutz über den Effekt eines korrekt getragenen MNS hinaus“ nicht gegeben ist. Zudem wird auf den höheren Atemwiderstand aufmerksam gemacht und auf den Arbeitsschutz verwiesen, der die Tragedauer auf 75 Minuten mit anschließenden ausreichenden Pausen beschränkt.

Ebenso sollte die Verwendung bei vulnerablen Gruppen nur ärztlich begleitet werden, da es sonst zu gesundheitlichen Problemen kommen könnte. Selbst die WHO spricht sich für die Weiterverwendung von Stoffmasken aus und bezeichnet diese als völlig ausreichend. Auch für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen vom Tragen eines MNS befreit sind und auch entsprechende Atteste haben, wird es nicht einfacher werden.

Probleme in Geschäften

Schon bisher gab es immer wieder Probleme in Geschäften: Betretungsverbote und vorwurfsvolle Fragen, ob man etwa den Tod anderer Menschen in Kauf nehmen wolle, wurden zum Alltag kranker Personen in Corona-Zeiten. Einen ganz anderen Weg wählt dagegen die schwedische Stadt Halmstad, die Masken an Schulen wegen der Gefahr falscher Handhabung verbot. Die schwedische Gesundheitsbehörde hatte auch keine Empfehlung für das Tragen von Masken abgegeben.

Zur Info: Maske ist nicht gleich Maske

Fleißig hat die Regierung an alte Personen Masken verteilt, damit diese geschützt durch den Alltag kommen. Auch Polizisten, Bundesheer etc. bekamen Masken. Allerdings sollte man unbedingt genauer hinschauen: Denn bei den verteilten Masken handelt es sich teilweise um solche aus chinesischer Produktion. Diese tragen den Aufdruck KN95.

Und diese unterliegen keiner europäischen Norm oder Qualitätskontrolle und gelten deshalb laut Gesundheitsministerium nur als Mund-Nasen-Schutz. Nur wenn sie auch ein CE-Zeichen oder eine EN-Kennzeichung tragen, gelten sie als FFP2-Masken. Daher Vorsicht, sonst könnte eine Strafe drohen!