Im September 2002 reiste Clinton gemeinsam mit Ghislaine Maxwell und Jeffrey Epstein in dessen „Lolita-Express“ nach Afrika. Dort habe er im Zuge eines Charity-Projekts der Clinton Foundation das Bewusstsein für AIDS auf dem Kontinent erhöhen wollen. Jetzt zeigen Bilder, wie Clinton von einem Opfer Jeffrey Epsteins im Zuge seiner „Humanitären Reise“ massiert wurde.

Auf dem Trip wurde Clinton auch von anderen Stars begleitet, darunter auch Kevin Spacey. 2017 wurde Spacey von der erfolgreichen Serie House of Cards abgezogen, nachdem bekannt wurde, dass er in den 1980ern einen erst 14-jährigen Schauspielkollegen sexuell belästigt haben soll.

Opfer sollte Clintons Nackenstarre wegmassieren

Die jetzt veröffentlichten Fotos zeigen, wie Bill Clinton 2002 von Chauntae Davies (damals 22) an Board des Lolita-Expresses massiert wird. Er soll während der Reise eingeschlafen sein und daraufhin unter einem steifen Genick gelitten haben. Davies sieht sich als Opfer sexueller Gewalt durch Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell. Maxwell habe sie damals aufgefordert, Clinton zu massieren, äußerte diese gegenüber der Dailymail.

Der Lolita-Express

Jeffrey Epsteins Privatflüge dienten vor allem dazu, die vielen minderjährigen Mädchen, die er sich nach bisherigen Erkenntnissen als Sexspielzeuge hielt, zwischen seinen Luxusimmobilien in New York, Palm Beach, New Mexico und Paris zu befördern.

Ein Schneeballsystem aus minderjährigen Mädchen

Eines seiner Opfer wurde hierfür sogar zur Pilotin ausgebildet. Seine Weggefährtin, Ghislaine Maxwell, die sich mittlerweile in Haft befindet, soll dabei die Rekrutierung der minderjährigen Mädchen betrieben haben.

Epstein soll ein regelrechtes Schneeballsystem der Minderjährigenprostitution etabliert haben, das ihm und seinen einflussreichen Freunden aus aller Welt – darunter Prince Andrew – gedient haben soll.

In der Netflix-Dokumentation „Stinkreich“ berichten Epsteins Opfer von den Massagevorlieben des unter mysteriösen Umständen im Gefängnis verstorbenen Milliardärs. Die minderjährigen Mädchen seien von ihm und Maxwell angehalten worden, Schulkolleginnen und Freundinnen zu den Sexparties mitzubringen.

Die Mädchen schildern, dass sie mit Geschenken, Reisen, Geld und dem Versprechen auf teure Ausbildungen in die Fänge der Sexmonster gerieten.

In einem schwarzen Buch hielt Epstein die Namen der einflussreichen Personen, die mit ihm verkehrten, fest. Es wird vermutet, dass Epstein vom Druck, den er dadurch auf Reiche und Mächtige ausüben konnte, profitierte. Einige prominente Namen wurden von Anonymous geleakt.

Lügt Clintons Team?

Bill Clintons Büro erklärte, dass der frühere US-Präsident (1993-2001) insgesamt „nur“ vier Reisen mit dem „Lolitaexpress“ im Zeitraum zwischen 2002 und 2003 unternahm.
Es liegen jedoch Flugdaten von Epsteins Privatflügen vor, die Clinton alleine in diesem Zeitraum auf 26 Flügen vermerken. In einem Statement behaupten Clintons Mitarbeiter auch, dass er von Epsteins Taten überhaupt nichts gewusst habe.

Erst am Dienstag erhielt die englische Dailymail die verstörenden Fotos. Am selben Tag warb Clinton für die Wahl seines Parteikollegen Joe Biden zum US-Präsidenten. Auch gegen Biden liegen Vorwürfe wegen sexueller Belästigung vor.