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Die Teilnahe von PKK-Sympathisanten am Maiaufmarsch der SPÖ in Wien sorgt österreichweit für Aufsehen. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Sozialdemokraten nun ermahnt und ein „völliges Kappen aller Verflechtungen der SPÖ mit extremistischen Organisationen“ aufgefordert. Pikant: Jetzt sind auch Fotos von PKK-Unterstützern zu den 1. Mai-Feierlichkeiten in Linz aufgetaucht!

Ein dem „Wochenblick“ zugespieltes Foto zeigt eine Gruppe mutmaßlich kurdischer Demonstranten sowie Sympathisanten der gewaltbereiten linksextremistischen Terrororganisation. Diese präsentieren auf der auch von der SPÖ genutzten Strecke ihre Parolen und Transparente! Neben der Parole „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ sind auch Zeichnungen des verurteilten PKK-Mitbegründers und verurteilten Ex-Vorsitzenden Abdullah Öcalan zu sehen. Ob die Gruppe zum Aufmarsch der SPÖ gehörte oder „nur“ auf diesen folgte, bleibt vorerst ungewiss.

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Keine Distanzierung von PKK-Auftritt

Eine Anfrage des „Wochenblicks“ an die SPÖ blieb indes vorerst unbeantwortet (Stand 2. Mai 2019, 16,52 Uhr). Auch eine Distanzierung von der terroristischen, für zahlreiche Tote verantwortlichen PKK erfolgte gegenüber unserer Zeitung nicht. Nach dem großangelegten SPÖ-Aufmarsch, an dem Sympathisanten der von Nigeria als Terrororganisation bewerteteten „IPOB“ teilnahmen, führten unter anderem die „Kommunistische Jugend Oberösterreich“ und die „Partei der Arbeit“ eine Kundgebung durch. Ob die PKK-Unterstützer an dieser Demonstration teilnahmen, bleibt ungewiss. Die „Partei der Arbeit“ wirbt unter anderem mit Zitaten des kommunistischen Massenmörders Lenin für sich.

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Wirft der SPÖ vor, die Unwahrheit zu verbreiten: Der Wiener FPÖ-Landesparteiobmann Johann Gudenus.

„SPÖ hat uns die Unwahrheit erzählt“

Die Teilnahme von PKK-Unterstützern bei der großen SPÖ-Kundgebung in Wien wurde nun laut zahlreichen Medienberichten indes belegt. So liegt etwa ein Video vor, auf dem die Begrüßung von PKK-Unterstützern durch die Sozialdemokraten zu sehen ist.

„Die SPÖ hat uns die Unwahrheit erzählt. Die PKK-Sympathisanten wurden ganz offiziell von der Moderation begrüßt und sind mit dem Transparent ‚Weg mit dem Verbot der PKK‘ einmarschiert“, erklärt der Wiener FPÖ-Landesparteiobmann und Nationalratsabgeordnete Johann Gudenus.

„Internationaler Kampftag“

Ebenso pikant: Während der roten Kundgebungen zum 1. Mai in Linz sollen laut Augenzeugen auch Flugblätter der türkisch-kurdischen Organisationen „DIDF“ und „DIDF-Jugend“ verteilt worden sein. In dem Aufruf, der dem „Wochenblick“ vorliegt, wird unter anderem ein „internationaler Kampftag“ sowie der „Kampf der ArbeiterInnenklasse“ beschworen. Der Text ist auf dem Flugblatt auf Deutsch und auf Türkisch zu lesen.

Diktator verherrlicht

Die DIDF ist eine kurdisch-türkische Organisation in Mittel- und Westeuropa. Sie wurde 2007 vom deutschen Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuft. Die DIDIF-Jugend gehört u.a. auch zum linksextremen  Bündnis „Links gegen Rechts“ – ebenso wie die sozialdemokratische „FSG Jugend Oberösterreich“. Auf der Instagram-Seite der DIDF-Jugend wird unter anderem  dem kommunistischen Diktator Fidel Castro gedacht. Diesem werden zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen – unter anderem willkürliche Hinrichtungen und Inhaftierungen.

Auch von der DIDF und der DIDF-Jugend wollte sich die SPÖ auf „Wochenblick“-Nachfrage indes nicht distanzieren.