Die 61 Lebensjahre sieht man Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) nicht auf den ersten Blick an. Der Innviertler wirkt fit wie ein Turnschuh. Im Gespräch erklärt der leidenschaftliche Schifahrer, warum Mitglieder seiner Partei „Schmuddelkinder“ sind und wo er die Probleme mit Migranten sieht.

Ein Interview geführt von Chefredakteur Christian Seibert

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„Wochenblick“: Bleibt neben dem Stressberuf eines Landesrats eigentlich noch Zeit, um mit den Oberösterreichern ins Gespräch zu kommen?

Podgorschek: Ich versuche direkt mit den Menschen Kontakt zu halten. Das funktioniert einerseits über Social Media und andererseits besuche ich regelmäßig Veranstaltungen, um nahe bei den Menschen zu sein.

Mir ist es nicht so wichtig, mit der High Society zu feiern. Da gehe ich beispielsweise lieber auf den Jäger-Ball in Schärding oder besuche die Feuerwehren im Land.

Sprechen Sie die Menschen bei diesen Veranstaltungen oft auf Ihre medial stark diskutierte Rede vor AfD-Mitgliedern aus dem vergangenen Jahr an?

Ich möchte die Sache gar nicht groß aufwärmen. Mir ist es nur wichtig zu betonen, dass dies eher ein Thema für die Mainstream-Medien war. Die Menschen, die ich im Land treffe, haben mich mit diesem Thema so gut wie gar nicht konfrontiert und haben sicher andere Probleme.

In ebenjenen Medien kommen Ihre Parteikollegen und insbesondere Sie jedoch zumeist schlecht weg. Wo verorten Sie die Gründe hierfür?

Die Menschen informieren sich heute unabhängig im Internet und dadurch ist den etablierten Medien eine große Konkurrenz erwachsen. Seit ich in die Politik gegangen bin, hatten wir niemals große Medienhäuser hinter uns. Die ein oder andere kleinformatige Zeitung hat uns da wie dort mal unterstützt, aber im Großen und Ganzen waren wir immer die „Schmuddelkinder“. Es war klar, dass wir der Hauptfeind der Medien sind, sobald wir mitregieren.

Die Medien übernehmen also teilweise die Aufgaben der Opposition. Kommen wir nun zur Bundes-SPÖ. Wie beurteilen Sie die Arbeit von Rendi-Wagner, Drozda und Co.?

Die SPÖ hat die Rolle der Opposition noch nicht gefunden. Ich selbst war sechs Jahre Abgeordneter eines Oppositionsklubs und habe immer versucht, konstruktive Arbeit zu machen. Das fehlt mir jetzt zur Gänze.

Da die Bundesregierung so gut arbeitet, läuft die SPÖ natürlich Gefahr, bei einer zweiten Regierungsperiode komplett den Zugriff auf sämtliche Schalthebel im Land zu verlieren. Mich erinnern die Attacken der SPÖ-Politiker teilweise an die Metapher des Ertrinkenden, der mit seinen Armen wild um sich schlägt.

Das Thema Migration bewegt unsere Leser weiterhin sehr stark. Fast täglich kommt es in Österreich zu Übergriffen von Zuwanderern auf Frauen. Wie lösen wir diese Probleme?

Durch die Migrationswelle von 2015 haben wir insbesondere Männer aus muslimisch geprägten Kulturen ins Land bekommen, die völlig anders sozialisiert sind. Im Islam ist die Frau dem Manne eben untergeordnet und der Koran lässt – im Gegensatz zum Christentum – keinerlei Interpretationsspielraum zu.

Ein Ausdruck dessen ist beispielsweise das Kopftuch der Frau. Meines Erachtens ist der Islam nicht reformierbar. Deshalb fordere ich von Menschen, die nach Österreich kommen, sich unseren Standards anzupassen. Gelingt dies nicht und kommt es zu Problemen bis hin zu Straftaten und Gewalt, haben sie eben das Land wieder zu verlassen.

Was sind die wichtigsten politischen Herausforderungen in Ihrem Ressort 2019?

Mir ist es ganz wichtig, den Hochwasserschutz im Eferdinger Becken soweit vorzubereiten, dass wir von der Planungsphase endlich in die Realisierung kommen.

Ein anderer Schwerpunkt ist das Feuerwehrwesen – so wird etwa ein neuer Landesfeuerwehrkommandant gewählt. Darüber hinaus wollen wir die „Gefahrenabwehr- und Entwicklungsplanung“ abschließen.

Damit soll es gelingen, genau herauszufiltern, welche Gerätschaften die Feuerwehren in der Zukunft benötigen. Gemeinden, die selbst nicht über die finanziellen Mittel verfügen, diese anzukaufen, werden wir jedoch auch nicht im Regen stehen lassen.

Wichtig ist nur, dass es ein faires System für alle gibt. Dann steht 2019 noch der Ausbau des Digitalfunks an. Es gibt also viel zu tun!