Warum Bau- und Gartenmärkte geschlossen sind, große Handelsketten neben Lebensmitteln auch Gartenbedarf anbieten, wäre nicht nachvollziehbar. „Eine Supermarktkassa unterscheidet sich von einer Kassa in einem Baumarkt genau durch gar nichts“, sagte der freiheitliche Wirtschaftssprecher LAbg. Mag. Ing. Reinhard Teufel aus Niederösterreich. Mit der neuen Mundschutzregelung sollte es auch möglich sein, Bau- und Gartenmärkte zu öffnen, so Teufel.

Der Frühling sei die umsatzstärkste und somit wichtigste Zeit des Jahres für diese Branche und ihre Zulieferer. „Tausende Arbeitsplätze könnten so gerettet werden“, betonte Teufel. Aus wirtschaftlichen und logistischen Gründen sei daher eine sofortige Öffnung der Bau- und Gartenmärkte zu erlauben, appellierte der Landtagsabgeordnete an die Bundesregierung. Mit den gleichen Schutzmaßnahmen wie in Supermärkten, sollte eine Öffnung leicht zu bewerkstelligen sein. Abgesehen davon sei derzeit ein enormer Bedarf der in Bau- und Gartenmärkten angebotenen Produkte vorhanden.

Diese Branche bekommt keine zweite Chance

Viele Österreicherinnen und Österreicher hätten während der Heim-Quarantäne Zeit für Garten- und Renovierungsarbeiten. Auch sei es derzeit nicht möglich, etwa defekte Thermen oder Heizungsanlagen zu ersetzen. „Für Bau- und Gartenmärkte gibt es heuer keine zweite Chance den Umsatzverlust wett zu machen, wenn ihnen das Frühjahrsgeschäft genommen wird“, zeigte Teufel die Dringlichkeit auf, hier rasch zu reagieren.