Das Aus für das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat rückt in greifbare Nähe. Die FPÖ hat ihre Zustimmung für den entsprechenden Antrag der SPÖ bei der heutigen Nationalratssitzung angekündigt. 

Das Ausbringen des als krebserregend vermutete Ackergift soll nach dem Willen von FPÖ und SPÖ zukünftig in Österreich verboten werden. Eine entsprechende Mehrheit für den SPÖ-Antrag dürfte es mit den Stimmen der FPÖ geben.

FPÖ-Klubobmann Norbert Hofer meinte, die Landwirtschaft „muss jedenfalls beim Glyphosat-Ausstieg unterstützt werden“. Gegenwind dürfte aus Brüssel zu erwarten sein, da ein generelles Verbot EU-Recht widersprechen könnte. Denn laut EU-Pflanzenschutzverordnung, welche auch für Österreich gilt, ist der Einsatz von Glyphosat noch bis Ende 2022 zulässig. In Ausnahmefällen können Mitgliedsstaaten aber durchaus ein Verbot bestimmter Wirkstoffe verhängen. „Wir haben uns natürlich die europäischen Bedenken im Detail angesehen und verstehen in diesem Zusammenhang auch die Sorgen der Landwirtschaft. Letztendlich muss aber die Gesundheit der Menschen im Vordergrund stehen“, so Norbert Hofer.

ÖVP will nur Teilverbot

Eine Initiative der ÖVP geht bei weitem nicht so weit, hier ist nur der Einsatzverbot in öffentlichen Parks oder Gärten, Schwimmbädern, Sport- und Freizeitplätzen, Friedhöfen, Schulgeländen und auf Kinderspielplätzen vorgesehen. Der Einsatz in der Landwirtschaft würde unverändert fortgesetzt werden.