FP-Verteidigungsminister Kunasek besuchte die Panzertruppe in Wels.

Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) war heute in der Welser Hessenkaserne zu Besuch, um sich ein Lagebild über die Panzertruppe zu verschaffen.

Bei dieser Gelegenheit kam der Minister zu seiner persönlich ersten Panzerfahrt mit dem Leopard Kampfpanzer.

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Am Rande der Handlungsfähigkeit

In Wels fand Kunasek nach eigener Aussage „gutes Gerät, bei dem es aber auch Handlungsbedarf gibt“ vor. Der Besuch des Verteidigungsministers diente in erste Linie dazu, Stimmung aus der Truppe mitzunehmen, zumal der Minister wisse, dass gerade hier in den letzten Jahrzehnten sehr viel gespart wurde. „Die Panzertruppe war am Rande der Handlungsfähigkeit“, so der Minister, der sich mit Nachdruck zu einem starken und handlungsfähigen Bundesheer bekannte.

Major Jörg Loidolt erklärte dem Verteidigungsminister den Kampfpanzer „Leopard 2“

 

Drei Milliarden Euro Investitionsbedarf

Ein solches zu Land, zu Wasser und in der Luft starkes Bundesheer – nicht zuletzt für den Einsatz in Katastrophenfällen – wünschen sich laut Kunasek auch die Österreicher. „Wir haben einen derzeitig aufgestauten Investitionsbedarf von drei Milliarden Euro. Diesen gilt es jetzt aufzuholen, auch wenn das natürlich nicht von heute auf morgen geht“, so der der Verteidigungsminister, der weiter klarstellte: „Die Bundesregierung hat sich zum starken Bundesheer bekannt. Schritt für Schritt den Bedarf abarbeiten ist meine Aufgabe und mein Ziel. Und das wird auch gelingen.“

Flüchtingskrise als Beispiel

„Wie rasch es gehen kann, dass das Bundesheer wichtig wird, haben wir vor drei Jahren – bei der Flüchtlingskrise von 2015 – gesehen“. Damals war laut Mario Kunasek die Republik teilweise handlungsunfähig geworden. Es habe damals das Bundesheer gebraucht um die Situation positiv aufzulösen.

Attraktiver Grundwehrdienst

Auch vor unserer Haustüre, beispielsweise am Balkan, weiter für Stabilität zu sorgen und rasch zur Stelle zu sein, wird in Zukunft Aufgabe des Bundesheers bleiben. Damit das Heer auch für junge Rekruten attraktiv bleibt – und sogar noch attraktiver wird – sollen auch neue Anreize für Grundwehrdiener gesetzt werden. So könne sich der Minister auch vorstellen, künftig den Sold zu erhöhen.