Mehrere österreichische Medien, darunter auch der ORF,  titeln derzeit mit Verweis auf einen Bericht der Tageszeitung „Presse“, dass die KFz-Steuer ab 2020 „deutlich steigen“ könnte. Seitens des zuständigen Finanzministeriums bestätigte man dies dem „Wochenblick“ gegenüber jedoch nicht.

Aber nicht nur das: Manche Fahrzeuge könnten sogar günstiger werden. Ein Sprecher des Ministeriums erklärt: „Ohne Rückrechnungsmethode würde die NoVA je nach Fahrzeug zwischen 15 und 25 Prozent steigen“.

Vielleicht sogar günstiger

Dadurch sei zu erwarten, dass manche Fahrzeuge sogar günstiger werden, so der Sprecher.

Befreiung für Elektro und Hybrid

Worum geht es? Im Zuge der Steuerreform ist eine zumindest teilweise Befreiung der CO2-bezogenen Steuer für Elektro- und Hybridautos angedacht. Künftig soll nicht die Leistung des Fahrzeugs die Grundlage für die Höhe der Steuer sein, sondern der CO2-Ausstoß. Gelten sollen die neuen Regelungen ab 2020.

Die Europäische Kommission hat unter Einbeziehung der Automobilvertreter eine Rückrechnungsmethode ausgearbeitet, um den Übergangszeitraum bis zum kompletten Umstieg in 2020 ausgewogen zu gestalten. Nicht mehr, nicht weniger.

Im entsprechenden Ursprungsbericht der „Presse“ wurde aber – offenbar aufgrund eines schlichten Schlagzeilenbedarfs – einfach gemutmaßt, dass die Befreiung durch eine Erhöhung der Steuer bei Verbrennungsmotoren gegenfinanziert werden müsse. So könnten etwa bei „SUVs die Kosten deutlich steigen“, so die Tageszeitung.

Gegenfinanzierung unklar

„Wochenblick“ hakte deshalb beim Finanzministerium nach – und siehe da: Wie das Ministerium die Befreiung wirklich finanzieren will, ist derzeit noch völlig unklar. 

„Eine seriöse Abschätzung wie sich das Budget auswirkt, ist demnach nicht machbar“, bestätigte der Sprecher.