Ein 24-jähriger Salafist und Dschihadist soll einen Sprengstoff-Anschlag auf ein Frankfurter Lokal geplant haben. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat nun Anklage gegen ihn erhoben

Der Mann mazedonischer Abstammung wurde im November 2019 zusammen mit zwei Männern aus der Türkei festgenommen. Die drei hatten sich zuvor Zeugen gegenüber als IS-Anhänger zu erkennen gegeben und sollen gemeinsam eine religiös motivierte Straftat geplant haben: Dabei sollten möglichst viele „Ungläubige“ sterben.

Die zwei Türken sind wenige Tage später freigelassen worden. Angeblich habe bei ihnen kein dringender Tatverdacht bestanden.

Der Angeklagte dagegen soll sich bereits Grundbestandteile zur Herstellung von Sprengstoff beschafft haben. Über einen Online-Shop soll er zudem versucht haben, sich ein Maschinengewehr samt Munition zu bestellen.

Behördensprecherin Nadja Niesen zufolge lauten die Vorwürfe gegen den Salafisten Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Bereiterklären zu einem Verbrechen.

Zudem wird er wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt – unter anderem habe er einen Mitgefangenen in der U-Haft mit einem Wasserschieber missbraucht.