Am späten Mittwochabend kam es in Herblay in der Nähe von Paris zu einer grausamen Attacke auf zwei Polizisten: Zwei Zivilbeamten im Alter von 30 und 45 Jahren befanden sich gerade in einem Fahrzeug auf Streife, als sie von drei Tätern zunächst angepöbelt und schließlich angegriffen wurden. 

Die Täter hielten die Polizisten laut Angaben von Ermittlern zunächst für „fahrendes Volk“. Als die Beamten auf ihren Beruf hinwiesen, zerrten die Täter sie aus dem Auto, schlugen sie zusammen und schossen mehrfach mit den Dienstwaffen auf die beiden. 

Die drei unbekannten Täter konnten entkommen. Sie entwendeten sowohl die Waffen der Beamten als auch ein Handy und ein Polizeifunkgerät.

Die Polizisten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Der 30-jährige Polizeibeamte wurde bei der brutalen Attacke lebensbedrohlich verletzt. Er erlitt einen Schädelbruch und wurde von vier Kugeln getroffen, unter anderem in den Unterleib und ins Bein. Sein 45-jähriger Kollege zog sich zwei Schussverletzungen am Bein zu.

Politik ist entsetzt

Bevölkerung und Politik reagierten mit Entsetzen und Empörung auf den gewalttätigen Überfall. Der französische Innenminister Gérald Darmanin sprach von „Taten großer Grausamkeit“ und gab an, die beiden Zivilbeamten seien regelrecht „massakriert“ worden. Frankreichs Regierungschef Jean Castex verurteilte die Attacke als einen „Angriff auf die Republik“.

In den vergangenen Jahren sind Polizisten in Frankreich häufig Opfer von Angriffen geworden – meist mit islamistischen Hintergründen. Der Hintergrund der Tat am Mittwochabend ist derzeitig noch unklar.