Tausende Menschen versammelten sich in Bayonne, um ihre Anteilnahme auszudrücken, nachdem in der Stadt im französischen Baskenland ein Busfahrer dermaßen hart attackiert wurde, dass ihn die Ärzte inzwischen für hirntot erklärten. 

Der unfassbare Fall spielte sich am Wochenende in der 50.000-Einwohner-Stadt nahe der spanischen Grenze ab. Philippe Monguillot (59) wies eine Gruppe „Jugendlicher“ auf die Maskenpflicht und ihre fehlenden Fahrscheine hin – es war sein mutmaßliches Todesurteil. Die Angreifer stießen ihn aus dem Bus und prügelten auf seinen Kopf und Oberkörper ein und ließen den Fahrer schwer verletzt liegen, ehe sie sich aus dem Staub machten.

Hinweise auf Migrationshintergrund verdichten sich

Mittlerweile mehren sich die Indizien, dass es sich bei der Mehrheit der Angreifer um Personen mit Migrationshintergrund handeln dürfte. Wie LeParisien berichtet, sollen bei einem Mohamed A. in der Wohnung zumindest drei der Tatverdächtigen gewohnt haben. Die Zeitung spricht von einem „tödlichen Cocktail von Alkohol und Drogen“, aus dem die Tatverdächtigen ihre Aggression geschöpft haben könnten.  Vier Tatverdächtige befinden sich in Untersuchungshaft.

Auch wenn sich die Mainstream-Medien sowohl in Frankreich als auch im Ausland über eine allfällige Gruppe aus dem Einwanderer-Milieu ausschweigt, dringen einige Stimmen hindurch, welche dies für wahrscheinlich halten. Der Gründer des patriotischen Senders „TV Liberté“, Martial Bild spricht etwa von einem rassistischen Angriff – diese Deutung lässt zumindest anklingen, dass die Täter wohl eher keine weißen Franzosen waren.

Öffentlichkeit spricht von „Maskengegnern“

In der herkömmlichen Berichterstattung fällt indes ein ganz anderes Framing auf. Für den Deutschlandfunk ist es ein „Streit um die Maskenpflicht“, der schweizerische Blick spricht von einem „Masken-Mob“. Beim Focus sind die Täter salopp „Maskenverweigerer“ – eine fast so kreative Umschreibung wie die ‚Partyszene‘ von Stuttgart.

Und auch Politiker stießen in dieses Horn, so etwa Philipp Evenburg (Grüne). Er sprach von „Maskengegnern“, welche die Bezeichnung „Covidioten“ – ein Schimpfwort für Kritiker der scharfen Corona-Maßnahmen – als Euphemismus erscheinen ließen.

Große Anteilnahme quer durch Frankreich

So oder so – die Anteilnahme in Frankreich ist riesig. In Bayonne, wo das Verbrechen geschah, versammelten sich laut Krone am Mittwochabend etwa 6.000 Menschen, um dem Busfahrer die Ehre zu erweisen. Die Personen trugen dabei durchwegs weiße Kleidung. In anderen Städten wie Paris, Straßburg oder Bordeaux unterbrachen alle Busse um 19.30 Uhr ihre Fahrten für eine Schweigeminute.