Seit den Anschlägen in den vergangenen Wochen hat Frankreich dem Islamsimus den Kampf angesagt. Vom Kabinett wurde nun der Entschluß gefasst, die nationalistische türkische Organisation „Graue Wölfe“ zu verbieten.

Seit den Vorfällen im Sommer in Wien Favoriten, wo sich türkische und kurdische Gruppierungen heftige Auseinandersetzungen lieferten, dürften die „Grauen Wölfe“ auch in Österreich fast jedem ein Begriff sein. Bei diesen Auseinandersetzungen wurde auch der sogenannte „Wolfsgruß“ gezeigt, der in Österreich seit 2019 verboten ist. In Frankreich geht man nun einen Schritt weiter. Nach den Vorfällen der letzte Wochen und dem diplomatischen Schlagabtausch mit der Türkei, werden nun die „Grauen Wölfe“ verboten.

Streit um Glaubensfreiheit

Nachdem ein französischer Lehrer enthauptet worden war, weil er zum Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt hatte, sagte Macron dem radikalen Islamismus mit deutlichen Worten den Kampf an. Dies führte dazu, dass der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einer AKP-Veranstaltung fragte: „Was für ein Problem hat diese Person namens Macron mit dem Islam und Muslimen?“. Zudem zweifelte er auch Macrons Geisteszustand an und warf ihm vor, das Prinzip der Glaubensfreiheit nicht zu verstehen. Bei selbiger Veranstaltung hatte Erdogan auch Deutschland angegriffen und sich kritisch zu einer Polizeirazzia der Berliner Polizei in einer Moschee geäußert. Die war wegen Verdachts des Corona-Subventionsbetrugs von Beamten durchsucht worden. Erdogan bezeichnete den Vorgang als rassistisch und islamfeindlich.

Schändung eines Armenierdenkmals in Frankreich

Völlig überraschend kommt das Verbot der „Grauen Wölfe“ in Frankreich jedoch nicht. Inneminister Gerald Darmian hatte es bereits angekündig. Schon am 29. Oktober waren mehr als 80 Türken „Allahu akbar“ (Allah ist größer) rufend durch die Innenstadt von Dijons gezogen und hatten auch Todesdrohungen gegen Armenier skandiert. Zudem war in der Nähe von Lyon eine Gedenkstätte für die Opfer der Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich beschmiert worden. Neben „RTE“, den Initialen des türkischen Präsidenten Erdogan, war auch die Schmiererei „Graue Wölfe“ hinterlassen worden.