Am 25. März wurde die 63-jährige Martha M. erschlagen aufgefunden. Es stellte sich heraus, dass es sich beim Täter um einen verurteilten Doppelmörder handelte, der 23 Jahre zuvor bereits ihre Mutter und ihren Cousin erschossen hatte. Martha M. wollte dem Täter „eine zweite Chance“ geben und stellte ihn ihn ihrem Unternehmen an.

Im Jahr 1996 ermordete der Amerikaner schwarzafrikanischer Herkunft Travis L., damals 17 Jahre alt, zwei Menschen. Es handelte sich um die 75jährige Sally M. und Joseph Lee Baker, einen bekannten Blues Gitarristen. Er bekannte sich vor Gericht als schuldig, gab aber an, dass ein weiterer Täter die Morde verübt hätte.

Diebstahl, dann Mord mit Knüppel und Messer

Die Tochter der Ermordeten, eine bekennende Buddhistin, besuchte den Täter im Gefängnis. Über die Jahre soll daraus eine Art Freundschaft geworden sein. Als er im Jahr 2018 aus der Haft entlassen wurde, gab sie ihm eine zweite Chance zur Rehabilitation und stellte ihn in ihrer Frühstückspension an. Eines Tages fehlten 10.000 US-Dollar aus ihrer Kassa. Der Vorfall führte dazu, dass sie Travis entließ. Kurz danach wurde sie tot aufgefunden. Travis L. hatte sie mit einem Knüppel und einem Stanleymesser übel zugerichtet. Die Tat ereignete sich am Horseshoe Lake im US-Bundesstaat Arkansas.

Drei Familienmitglieder verloren

Als die Polizei den Täter verfolgte, stürtze er in einen See und ertrank. Die Familie ist schockiert, dass derselbe Mann mit 23 Jahren Abstand nun drei Familienmitglieder ermorden konnte. Sie hatten Martha eindringlich davor gewarnt, Kontakt zu dem Mann zu pflegen, aber sie wollte nicht hören.

Niemand hat so einen Tod verdient

Auch wenn viele unserer Leser jetzt denken oder gar kommentieren mögen, dass die Frau an ihrem Schicksal wohl selbst schuld wäre: Es gibt keine Umstände, die Mord rechtfertigen. Auch naive oder besonders gütige Menschen haben ein Recht darauf, nicht misshandelt oder gar ermordet zu werden.