Am 20. November fand wieder die weltberühmte „Victoria Secret Show“ statt. Insgesamt 54 Top-Models präsentierten die märchenhafte Dessous der amerikanischen Firma.

Während viele Männer beim Anblick der Frauen in den knappen Outfits vor dem Fernseher dahinschmolzen, vergingen wohl einige Frauen in Neid.

Denn während die Models mit ihren perfekten Figuren den Laufsteg hinab stolzierten und dabei einfach hinreißend aussahen, dürfte es den meisten meiner Geschlechtsgenossinnen wohl eher so ergehen wie mir.

Kampf mit Schokolade

Ich fechte fast täglich einen Kampf zwischen meinem schlechten Gewissen und der Schokolade im Vorratsschrank aus. Meistens kommt dazu noch ein Konflikt zwischen dem Drang wieder mal das Fitnessstudio zu besuchen und meinem Zeitmangel und Stresslevel.

Allzu gerne suche ich dann die Fehler bei dem scheinbar perfekten Körperbild, dass uns durch die Medien präsentiert wird und ärgere mich bei dem Versuch mitzuhalten. Aber sind wir uns doch mal ehrlich, ein wenig liegt die Schuld doch auch bei uns Frauen selbst.

Kann man Frauenzeitschriften t

Frauen setzen sich unter Druck

Statt uns wohl zu fühlen, wie wir sind, vergleichen wir uns stets mit fiktiven und nachbearbeiteten Scheinkörpern. Wir versuchen uns mit etwas zu messen, was nicht real ist und sind traurig, wenn wir unweigerlich scheitern.

Trotzdem greifen wir immer wieder zu den gleichen Zeitschriften, in denen diese abgebildet sind und bestätigen somit, dass wir dies gern sehen wollen.

Weniger bissige Kritik

Und auch die bissige Kritik, die wir Frauen uns untereinander immer wieder zukommen lassen, trägt nicht unbedingt zur Verbesserung der Situation bei. Müssen wir ständig unseren Senf dazu geben, wenn eine Freundin zu- oder abnimmt?

Können wir ihr nicht einfach mal sagen, dass sie beispielsweise wunderschöne Augen hat, statt sie auf ihre breiten Hüften hinzuweisen und ihr Tipps zu geben, wie sie diese kaschieren sollte?

Unvollkommenheit feiern

Wir müssen unsere Problemzonen auch nicht immer verstecken, sondern sollten zu ihnen stehen. Feiern wir unsere eigene Unvollkommenheit in einer Gesellschaft, die sonst nur mehr aus Plastik besteht und bestätigen wir Frauen uns untereinander.

Denn dann werden wir eines Tages nicht mehr neidisch auf die Models starren, sondern diese bemitleiden, weil wir gerade in ein schmackhaftes Stück Pizza beißen, dass ihnen verwehrt bleibt.