Es war die Kölner Silvesternacht 2016, die einen Wendepunkt in Rebecca Sommers Leben bedeuten sollte. Die Berliner Flüchtlingshelferin und Leiterin der „AG Flucht + Menschenrechte“ (AG F+M) „konnte sich nun nichts mehr vormachen“ und begann, ihre Erfahrungen publik zu machen. Damit geriet sie ins Visier der Antifa. Erstmals spricht sie über ihre Erlebnisse mit den „Bodentruppen der Regierung“, wie sie sie bezeichnet.

Ein Interview geführt von Elsa Mittmannsgruber – Teil 1

Wochenblick: Wie kann man sich als Flüchtlingshelferin bei der Antifa unbeliebt machen?

Rebecca Sommer: Indem man die Wahrheit kennt, weil man als „Insider“ direkt an der Basis mit der Realität konfrontiert ist und diese auch ausspricht.

Die da wäre?

Bei viel zu vielen Neuhinzugezogenen: Frauenfeindlichkeit, Hass gegen Juden und Nicht-Muslime, Rassismus gegen Deutsche, jahrelange bewusste Ausplünderung unseres Sozialsystems, überbordendes Gewaltpotential, zunehmend Jihadisten, Sexismus ohne Ende.

Köln 2016: Ein Weckruf

Das alles haben wir bei der „AG Flucht + Menschenrechte“ in unserer Arbeit mit Flüchtlingen bemerkt, wo sich auch immer wieder bestätigt, dass die allermeisten Asylbewerber und Asylbekommenen gar keine Flüchtlinge sind.

Als dann die sexuellen Übergriffe von Migranten in der Kölner Silvesternacht passierten, wollten wir mit unseren Beobachtungen und Erfahrungen an die Öffentlichkeit gehen. Silvester war der Moment, in dem auch ich ehrlich mit mir sein musste, dass ich Flüchtlinge kannte oder sogar selber begleitet hatte, denen ich genau das in solch einer Gruppendynamik zutrauen würde. So ging es auch anderen Kollegen.

Wir arbeiteten in der „AG F+M“ daraufhin unsere Erkenntnisse in einem schmerzlichen Prozess auf und verfassten einen offenen Brief, den wir auf unserer Ehrenamtsgruppen-Website veröffentlichten.

Die Fakten vertuschen

Und das war ein Problem?

In unserem Bezirk stieß das vielen ideologisch sauer auf, da die Politik und anhängigen NGOs zum Flüchtlingsthema durchwegs links bis linksradikal ausgerichtet sind. Wir waren die erfolgreichste Ehrenamtsgruppe in unserem Bezirk über Jahre und organisierten große Feste und Kurse mit Flüchtlingen und für sie – noch bevor das alles so ab 2016 vehement institutionalisiert wurde.

Wir machen bis heute alles kostenlos, selbst­organisiert, rein nachbarschaftlich, also nicht kaufbar. Was sowieso schon ärgerte, weil man sich nicht instrumentalisieren ließ für Bürgermeisters Fototermin oder nach oben strebende Bezirkspolitiker.

Einige sind auf der Politikerkarriereleiter emporgestiegen, andere in das Asyl-Migrations-Business dick eingestiegen, dank ihres sogenannten Engagements in der „Refugee Welcome“-Szene. Nach unserem offenen Brief wurden wir ganz klar ausgegrenzt und hinausgedrängt.

Der Asyl-Migrationsapparat pumpte sich über die Jahre immer weiter auf, immer mehr Projekte wurden öffentlich ausgeschrieben, und nicht wenige Koordinatoren verdienten damit viel Geld. Außerdem sollen die Fakten vertuscht werden. Mit unserer Erfahrungen wurden wir zu einer Bedrohung.

Durch unsere Arbeit an der Basis mit Asylbewerbern, Migranten und Flüchtlingen wissen wir zu viel. Weil wir nicht mehr spurten und uns weigerten, dasselbe Lied anzustimmen – von wegen „Das sind alles traumatisierte Kinderlein“ – was auch oftmals bei schweren Straftaten als Argument genutzt wird – wurden wir plötzlich zu ideologischen Feinden.

Bericht und Lösungsvorschläge unerwünscht

Und da kam die Antifa ins Spiel?

Genau. Bei uns im Bezirk allerdings finden sich diese Leute in verschiedenen Positionen, Institutionen und unter unterschiedlichen Namen. Ich wollte als Leiterin der „AG F + M“ dazu drängen, dass wir im Bezirk Gesicht zeigen, die Probleme mit Flüchtlingen benennen und einen Bericht für die relevanten Stellen der Regierung samt Lösungsvorschlägen erarbeiten.

Eine „Teilhabe und Teilnahme“ wurde uns aber von Bezirk und Verwaltung unmöglich gemacht. Unsere Expertisen, langjährigen Erfahrungen und teils sehr negativen bis hin zu alarmierenden Beobachtungen mit Flüchtlingen und Asyl-Migrationspolitik sollen unterdrückt werden, so ganz nach dem Motto: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“.

Ich habe dann im Integrationsausschuss vorgesprochen, wo beschlossen wurde, dass ich zwar darüber reden darf, aber nicht offiziell. Einen Teufel wollte ich tun! Das sollte offiziell werden! Zwei Tage nach diesem Ausschuss veröffentlichte die Antifa dann einen Steckbrief über mich, wo sich mich verunglimpfte.

Antifa mischt sich ein

Sie schrieben unter anderem, dass ich eine Faschistin, Rassistin und ehemalige selbsternannte Flüchtlingshelferin bin. Alles Unwahrheiten. Ich betreue nach wie vor Flüchtlinge, seit 2012, alles freiwillig.

Woher wusste die Antifa von den Geschehnissen?

Weil bei uns im Bezirk in der Verwaltung und Politik Antifaanhänger sitzen bzw. von Bund, Land Berlin und unserem Bezirk durch Projektfinanzierung und adäquate Stellenbeschaffungen ernährt werden.

Weil wir sogar den Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen (BdA e. V.), vorher „Antifa E.V.“ – dessen Dachverband VVN-BdA e. V. im Vorjahr wegen verfassungsfeindlicher Bestrebungen die Gemeinnützigkeit entzogen wurde – direkt zu vergünstigen Miete im Rathaus in Berlin-Treptow sitzen haben.

Ich frage mich: Was hat überhaupt eine Nicht-Regie­rungsorganisation in einem Regierungsgebäude zu suchen? Noch dazu eine, deren Dachverband als linksextremistisch eingestuft wurde? Aber das ist nur ein fauler Apfel, der Stamm ist ja selbst faulig.

Bezahlte „Bodentruppen der Regierung“

Wurden Sie durch den Steckbrief eingeschüchtert?

Nein. Solche Typen arbeiten über Aufträge und wirken als der verlängerte Arm der Regierung, eines Bezirks, einer Organisation. Ich weiß, was die für Gelder bekommen. Obwohl sie Asyl- und Migrationsbesessene sind, in der tatsächlichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit trifft man sie nie an – es sei denn, um die Leute zu instrumentalisieren und anzustacheln.

Ich nenne sie inzwischen „Bodentruppen der Regierung“, die haben was von Paramilitär. Eigentlich sollten sie, wie in den USA geplant, als terroristisch eingestuft werden. Aber sie sind ja mittlerweile regierungskonform, auch wenn sie Stadtteile zerstören und mit Hass und Hetze in Stasimanier aufwiegeln.

Sie prügeln Demonstranten, wie auf den Corona-Grundgesetz-Demos. Einfache Leute, die sich um unser Land und die stetige Wegnahme von Grundrechten sorgen, werden zusammengeschlagen. Immer wieder entlarvt sich die Antifa als Regierungs­truppe!

Den zweiten Teil des Interviews lesen Sie in der kommenden Ausgabe des „Wochenblicks“.