Wie immer, wenn jemand nicht exakt im Wortlaut des politisch correcten Mainstreams mitstammelt, gilt er als verdächtig – oder Schlimmeres. Nun ist ausgerechnet Superstar und Sympathieträger Robbie Williams ins Visier der ach so guten Menschen geraten. Mit Medienkritik, Corona-Zweifeln und der Behauptung eines Kinderporno-Rings in höchsten Kreisen.

Stein des Anstoßes ist ein Interview mit YouTuber Chris Thrall, das eigentlich schon Anfang Mai stattfand. Manche Empörungsstürme brauchen eben etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Tatsächlich ist es auch jetzt noch ein Stürmchen, denn die Originalvideos, [Teil 1] und [Teil 2], haben gerade einmal 50.000 Seher, Interviewer Chris Thrall, ein ehemaliger britischer Soldat, ist mit 18.600 Abonnenten auch nicht unbedingt eine Größe unter den YouTubern. Dennoch reichte der Sachverhalt, dass Williams sich in diesem Interview offen und sehr persönlich äußerte, um aktuell die Mainstream Medien zu füllen.

Kritik an Massenmedien, kein Vertrauen in System und Politik

Speziell diese kommen in diesem Interview nicht sehr gut weg. Williams betont, dass er „diesen Planeten, diese Menschen“ liebt. Aber die Mainstream-Medien wären von „dämonischen Energien“ durchzogen. Williams würde lieber einem „Verschwörungstheoretiker“ glauben als den Poltikern eines „bösartigen Systems“. Ebenso wird in dem Interview „Pizzagate“ thematisiert. Das ist ein Codewort für die Behauptung, es gäbe einen internationalen Kinderporno- und Kinderschänder-Ring der bis in die höchsten Kreise operiere. Wobei Williams diese Theorien gar nicht hundertprozentig vertritt, er sagt nur, dass es viele offene Fragen gibt, die man stellen sollte. Tatsächlich war erst vor wenigen Tagen von genau so einem Pädophilen-Ring die Rede (auch hier, in der Berliner Zeitung).

Nur hochgepusht, um Klickzahlen zu erhöhen

Und so ist – als Beispiel unter vielen – die deutsche Zeitung Welt „geschockt“ von seinen „Verschwörungstheorien„. Freilich, der Superstar ist nicht frei von Exzessen, kämpfte viele Jahre gegen die Drogensucht. Interessanter Weise findet sich auf der Seite der Welt nach seitenlangem Geschwurbel über unbeteiligte Dritte folgende Passage: „Insgesamt bleibt bei dem angeblichen „Skandal“ ein schales Gefühl zurück – womöglich nutzte die Reporterin die schrägen Aussagen des Popstars nur, um ihrem noch wenig bekannten YouTube-Auftritt Traffic zu verschaffen?“ Möglicherweise versuchen ja auch die Mainstream Medien, mit einem angeblichen Skandal nur ein paar Leser anzulocken?

Am Besten, Sie urteilen selbst …

Und auch ein weiteres Mitglied der Band Take That ist dabei, sich beim Mainstream in Ungnade zu reden. Howard Donald äußerte auf Twitter Kritik an Bill Gates.

Am Besten, Sie urteilen selbst, anstelle den manipulativen Kommentaren von Zeitungsschreiberlingen zu folgen, welche sich die Interviews zu großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal angesehen haben.