Im Kampf für Frauenprivilegien bleiben die Rechte von ungeborenen Kindern auf der Strecke.

Über 80.000 Unterstützer hat das Frauenvolksbegehren schon gefunden. Darunter die Ex-Grünenpolitikerin Glawischnig, die linke Journalistin Hanna Herbst, der Pilz-Abgeordnete Zinngl oder der ehemalige ORF-Journalist und jetztige SPÖ-Politiker Eugen Freund.

Ein Kommentar von Hartwig Eder

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Die Vorschläge sind teilweise ins Extreme übersteigert und lassen jegliche legitime Forderungen von Frauen zu einer politischen Farce verkommen.

Auf der Homepage des Frauenvolksbegehrens wird explizit von der Gleichstellung von Mann und Frau gesprochen. Eine Forderung, die in weiterer Folge mehrmals von der Kampagne ignoriert wird.

Privilegiengekreische

Gleichstellung wird in dieser extrem linken Auslegung völlig getrennt von Chancengleichheit betrachtet. Die Feministen fordern im Frauenvolksbegehren unter dem Kampfbegriff „Gleichstellung“ eine Ergebnisgleichheit. Jedoch nur in vorteilhaften Bereichen. Eine eindeutige Forderung nach Bevorzugung beziehungsweise Privilegien.

Im Eingangsstatement wird von einer 50-Prozent-Geschlechterquote in allen Bereichen gesprochen. Ein paar Scrolls weiter unten ist dann nur noch von „Leitungs- und Kontrollgremien von Kapitalgesellschaften und Genossenschaften“ die Rede. Für eine Frauenquote in der Kanalreinigung oder am Bau setzten sich die Feministen überraschenderweise nicht ein.

Weitere Forderungen sind gratis Schwangerschaftstests, Verhütungsmittel und auch Abtreibungen auf Krankenkassenkosten.

Die Frage nach der Finanzierung oder den Voraussetzungen für eine Abtreibung blieben die Verantwortlichen schuldig. Auch auf die Kritik, dass das Reduzieren einer Abtreibung auf einen medizinischen Eingriff – wie eine Krankheitsbehandlung – ein zynisches Verhältnis zu potenziellem menschlichen Leben darstellt, ging man nicht ein.

Abtreibung auf Staatskosten

Die Mitarbeiterinnen des Frauenvolksbegehrens gaben auf „Wochenblick“-Nachfrage hierzu kein Statement ab. Es gab lediglich eine knappe Antwort in der sie davon ausgehen, dass die Abtreibungen durch diese Maßnahme und Gratis-Verhütung zurückgehen.

Sowieso müssten alle Forderungen des Frauenvolksbegehrens aus dem Steuertopf bezahlt werden. Gegenfinanzierungspläne – etwa für die Idee, dass Frauen nur noch 30 Stunden arbeiten bei vollem Lohnausgleich – findet man nicht.

Die utopischen Forderungen des Volksbegehrens stellt die ganze linke Denkart bloß: Gleichmacherei, Privilegienhascherei und Doppelstandards in politischer und moralischer Hinsticht.

Sofort wird die Nazi-Keule geschwungen und den Kritikern Menschenverachtung oder Frauenfeindlichkeit vorgeworfen, wenn man die Forderungen als abstrus bezeichnet.

Das vorzeitige Beenden eines ungeborenen Kinderlebens wird jedoch zur reinen Dienstleistung abgestempelt. Die Glorifizierung der Verantwortungslosigkeit als Symbol der weiblichen Selbstbestimmung… Ein Feminismus, auf den auch viele Frauen wohl verzichten können.