Die Befreiung Afghanistans von den NATO-Kräften versetzt das Land zurück in seine streng-islamische Tradition entsprechend einer radikalen Koran-Auslegung. Unter der Taliban-Herrschaft erfolgt nun die Rückkehr zum islamischen Scharia-Recht und damit auch die Absage an diverse Frauenrechte. Auf die Frage nach dem demokratischen Wahlrecht für Frauen durch eine US-Journalistin, erlitt ein Taliban-Boss einen gigantischen Lachkrampf.

  • Frauenrechte sind eine europäische Idee
  • In der islamischen Welt gäbe es ohne westliche Einflussnahme keine Säkularisierungsbestrebungen
  • Herrschaft der Taliban erteilt Frauen- und Schwulenrechten eine Abfuhr
  • Das Frauenwahlrecht wird in Afghanistan abgeschafft
  • Für Menschen im Westen ist die islamische Kultur oft schwer zu verstehen

Auch während der US-Besatzung stellte das Hissen der Regenbogen-Homo-Fahne in Afghanistan ein Sicherheitsrisiko dar, wie Steve Benen bereits 2012 in einem Artikel schilderte. Denn die westliche Idee der Gleichheit steht im krassen Widerspruch zum dort vorherrschenden Islam. Mit der Machtergreifung der Taliban findet nun die abrupte Abkehr von westlichen Moralvorstellungen in Afghanistan statt. So werden Schwulenehen künftig nicht mehr erlaubt sein, das Frauenwahlrecht beendet. Von nun an werden wieder streng-islamische Verhüllungsvorschriften das Leben der afghanischen Frauen und das Straßenbild im Land prägen.

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Frauenwahlrecht: Gerade in islamischen Ländern keine Selbstverständlichkeit

1919 wurde wurde das Frauenwahlrecht in Afghanistan erstmals eingeführt. Zehn Jahre später, 1929 wurde es wieder abgeschafft und 1964 abermals umgesetzt. Im Jahr 1996 hoben die Taliban das Frauenwahlrecht erneut auf und 2004 erhielten sie es durch die US-Besatzer zurück. In der islamischen Welt stellt das Frauenwahlrecht ohnehin keine Selbstverständlichkeit dar. So wurde es in den Arabischen Emiraten erstmals 2006 und in Saudi-Arabien erst 2015 eingeführt. Erst seit 2019 dürfen Frauen in Saudi-Arabien darüber hinaus selbst mit dem Auto fahren.

Aufklärung: Abkehr von Religion ist eine westliche Erfindung

Auch in Europa ist das Frauenwahlrecht eine Angelegenheit der jüngeren Geschichte. In Österreich trat es erstmals 1918 in Kraft. Der Gedanke der Aufklärung führte zur französischen Revolution und später zu weiteren Gleichberechtigungsbestrebungen. In der islamischen Welt fand keine vergleichbare Abkehr von der Religion statt, der Laizismus ist eine rein europäische Erfindung. Deswegen werden entsprechende Gleichheitsbestrebungen, wie sie auch bei den Regime-Changing-Versuchen der USA während des Arabischen Frühlings ausgegeben wurden, seitens islamischer Vertreter oftmals als kulturelle Landnahme empfunden.

Was für den westlichen Kulturkreis unverständlich erscheint, ist in der islamischen Welt Normalität. Der Koran sieht die Vormachtstellung des Mannes vor. Das ist hinlänglich bekannt. Entsprechend absurd mutet die Frage einer US-Journalistin an einen Taliban-Boss nach dem Wahlrecht für Frauen an. Der Mann konnte sich vor Lachen nicht mehr halten und bat darum, dass die Kamera ausgeschaltet werde.

Frauenwahlrecht? Taliban-Boss bekommt einen Lachkrampf

„Wird es Frauenrechte und Demokratie geben?“, fragte die Showtime Journalistin die Taliban vor deren Machtergreifung in Afghanistan naiv. Für westlich sozialisierte Menschen ist es oftmals kaum vorstellbar, dass eine Gesellschaftsordnung auch ohne den Gleichheitsgedanken auskommen kann. Dem Taliban-Boss erscheint die Frage bereits sichtlich absurd, er entgegnet darauf knapp: „Das Recht wird den Scharia-Gesetzen folgen.“ Doch die Reporterin gibt nicht auf. Naiv fragt sie weiter: „Glauben Sie an das Recht auf demokratische Wahlen, das Menschen, Frauen, erlaubt, Politiker zu wählen?“

Der Taliban-Boss erhält daraufhin einen Lachkrampf:

 

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