In der vollen Jahnturnhalle in Ried im Innkreis hielten der FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer und der oberösterreichische Landeshauptmann Stellvertreter Manfred Haimbuchner ihre traditionelle Aschermittwochs-Reden der Freiheitlichen. Dabei schossen sich beide auf die Arbeit der türkis-grünen Bundesregierung ein.

Bürgernähe gefordert

Bereits zum 29. Mal fand die traditionelle Veranstaltung statt. Den Anfang machte „Hausherr“ Elmar Podgorschek aus Ried, der über das Aus der türkis-Blauen Bundesregierung aus dem Nähkästchen plauderte. Auch FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz brachte seine Kernbotschaft in einer Rede unter, dass die Freiheitlichen wieder „näher bei den Leuten“ sein sollten. Dies hatte er bereits in der „Wochenblick“-Liveshow als seine zentrale Agenda definiert.

„Freiheitliches Kernland“

Landeshauptmann Stellvertreter Haimbuchner begrüßte den Parteivorsitzenden „im freiheitlichen Kernland und Kraftwerk Oberösterreich“. Danach zeigte sich der blaue Landeschef angriffslustig.

Wir werden uns stark machen gegen einen Staat, der mit immer mehr Gesetzen und Verboten unbescholtene Bürger drangsaliert.“ Verbote, Verbote, Verbote, sei das eingeschlagene Motto der türkis-grünen Bundesregierung, „die unternehmerische Freiheit wird mit allen Mitteln bekämpft.

Gegen Verbote

Mit neuen Verboten wird gegen neue Feindbilder angegangen: Raucher, Autofahrer, Gastwirte, Fleischesser und Landwirte“, ruft Haimbuchner die Wähler auf, „lasst euch das nicht länger gefallen!“

Ein Bürger könne, so Haimbuchner, „der Meinung sein, dass zu viel Zuwanderung schadet. Ein Bürger kann der Meinung sein, dass eine weitere Vertiefung der EU zu viel des Guten sein kann. Er kann die Meinung vertreten, dass ein souveräner Nationalstaat mehr Sicherheit bietet als die EU. Mit all diesen Meinungen ist ein Bürger dennoch ein überzeugter Demokrat“, verwehrt sich Haimbuchner „gegen diese linke Sprachpolizei und gegen die Moral-Diktatoren, die jede abweichende Meinung in diesem Land diffamieren.

Hofer heizte ein

Das Fanal setzte Parteichef Hofer, der die begeisterten 2.000 Fans in der Jahnturnhalle fragte: “ Kennt ihr übrigens den Unterschied zwischen einem Theater und der türkis-grünen Bundesregierung? In einem Theater werden gute Schauspieler schlecht bezahlt.“

Auch über die Bundeshauptstadt Wien hatte Hofer viele Lacher auf seiner Seite. Diese sei wirklich anders: „Kein Kreuz in Krankenhäusern – dafür aber ein Energiering rund um ein Krankenhaus…“

Energiethema erregte Gemüter

Moderne Diesel-Autos saugten mehr Feinstaub ein, als hinten rauskommt. Die Besitzer dieser Fahrzeuge hätten schon Angst, dass sie bei Feinstaub-Alarm aus ihrer Wohnung geklingelt und gebeten würden, ein paar Runden durch die Stadt zu fahren, weil die Feinstaubwerte zu hoch sind.

Die anwesenden Zuseher quittierten Hofers Rede mit „Norbert, Norbert“-Rufen…