Der Wiener Viktor-Adler-Markt platzte Freitagnachmittag aus allen Nähten. Das Wahlkampf-Finale der FPÖ verwandelte den Platz in ein Meer der blauen Hoffnung. Erlebt Österreich am kommenden Sonntag noch ein „blaues Wunder“?…

Vor blauen Luftballons und stolz geschwenkten Österreich-Fahnen resümierten Parteigrößen, wie der Wiener Vizebürgermeister Dominik Nepp, Dagmar Belakovitsch und natürlich die Doppelspitze aus Norbert Hofer und Herbert Kickl, über die Erfolge der freiheitlichen Regierungsbeteiligung.

„Herbert, Herbert, Herbert“

„Ich glaube, dass wir die SPÖ überholen werden. Wir werden die Sozialisten verräumen und den zweiten Platz holen“, kündigte Ex-Innenminister Herbert Kickl an. Lieber als „Fridays for Future“ – Demos, wären ihm „Freiheitliche for Future“ und er kündigte unter „Herbert, Herbert“-Rufen aus dem Publikum ein fulminantes Comeback an. Und dann könnten sich die Gegner anschnallen, so Kickl.

Seit Jahren wird an diesem Mordanschlag an der FPÖ gearbeitet. Dem dürfen und werden wir nicht nachgeben

„Die Leute wollen wissen, ob mal wieder ein Afghane jemanden abgestochen hat, oder jemand anderer“, so der geschäftsführende Klubobmann. Weil er etwa die Täterherkunft nannte, wurde er zum „Staatsfeind Nummer Eins“. Kickl versprach der Menge, er werde sich nicht an eine kurze Leine nehmen oder einen Maulkorb umhängen lassen. 

Warum die SPÖ mit Pamela Rendi-Wagner eine Tropen-Ärztin an der Spitze hat, glaubt Kickl auch zu wissen: „Wahrscheinlich, weil wir demnächst ganz Afrika bei uns haben sollen„, warnte er schärzend vor einer roten Regierungsbeteiligung.

„Norbert, Norbert, Norbert“

FPÖ-Chef Norbert Hofer hat sich durch den Wahlkampf gekämpft. „Aber es war jede Sekunde Wert“, sagte er stolz in die Menge, die er als „Freunde“ bezeichnete. „Ohne uns wäre ein Migrationspakt unterzeichnet worden! erstmals seit 40 Jahren sind keine neuen Schulden gemacht worden. Wir haben die Steuern gesenkt„, zog Hofer über die erfolgreiche Regierungsbeteiligung Bilanz.

Wir haben die Verantwortung unser Land zu schützen. Heute kann sich nicht mehr jede Frau abends sicher sein. Das darf nicht sein.

„Ich will in den Schulen und in den Kindergärten keine Kopftücher sehen“, so Hofer, der in seiner Rede auf jene Erfolge verwies, die die Freiheitlichen vor allem in sozialen Belangen erringen konnten.

„Wenn die Grünen mit der ÖVP regierten, dann wird sich das Land ändern.“ Ausländerwahlrecht und Belastung für Autofahrer, analysierte Hofer die drohende Gefahr einer solchen Koalition.