Weil die herbeigeredete Klimakrise jetzt von der türkischen Migrationsskrise an der griechischen Grenze überschattet wird, suchen sich die Greta-Jünger von Fridays for Future Deutschland ein neues Betätigungsfeld: sie rechtfertigen indirekt den organisierten Migrantenstrom mit der Klimakrise, verurteilen das europäische vorgehen an der türkisch-griechischen Grenze als „unmenschlich“, fordern den Schutz der Grundrechte der Migranten und protestieren. 

Ein Kommentar von Kornelia Kirchweger

Bereits 19 Demos und Aktionen für die Aufnahme aus Griechenland und gegen die brutale Abschottung finden unter dem Hashtag #Seebrücke bereits statt, twittern sie stolz samt Karte, wo die Aufmarsch-Städte angezeigt werden. An der Grenze seien die Menschenrechte außer Kraft gesetzt worden – man müsse jetzt handeln!

Naive Schützenhilfe für Erdogan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan darf sich über die Schützenhilfe der Greta-Anhänger freuen: Schuld an dem – von ihm organisierten – Aufmarsch der Migrantenmassen an der türkisch-griechischen Grenze sei nämlich die Klimakrise, die von den Industriestaaten verursacht wurde. Deshalb müssen sich jetzt so viele „Flüchtlinge“ auf den Weg machen. Ob die Friday-Fans unterscheiden können, dass in Syrien kein Klima- sondern Kriegsnotstand herrscht, den Erdogan mitverschuldet hat, ist unklar.

Ablenken vom eigenen Finanzdebakel

Vielleicht wollen die deutschen Fridays-for-Future (FFF) aber nur vom eigenen Finanzdebakel ablenken, das jetzt publik wurde: In der Finanzgruppe ihrer Bewegung gibt es nämlich ordentliche Konflikte um intransparente Geldflüsse. Beklagt wird, dass es „keinerlei Prüfung der abgewickelten Finanzen“ und „keine beziehungsweise sehr seltene Finanzberichte“ gibt. Im Dokument ist von „intransparenter Kackscheiße“ im Umgang mit Geld die Rede.

Dies geht aus einem internen Dokument der Finanz-AG der Bewegung hervor, aus dem die Wochenzeitung „Die Zeit“ zitiert. Die Finanz-AG besteht aus 80 Mitgliedern und gibt Gelder frei. Auf dem FFF-Deutschland-Konto lagen im Jänner 510.000 Euro. Dazu kommen Gelder auf diversen Konten von Privatpersonen und Vereinen. Das Bundeskonto der Fridays-for-Future-Bewegung wird auf Basis eines Treuhandvertrags von der Stiftung Plant-for-the-Planet betreut. Mit dem Vermögen solle ein „Fridays for Future Wald“ gepflanzt werden.