Der Brexit wird die EU einiges kosten. Neue "Gästehäuer" findet EU-Parlamentarier Vilimsky nicht für angebracht.

In Paris soll ein neues „Gästehaus des Parlaments“ errichtet werden – auf Kosten der EU-Bürger.

Mangelnden Spar-Sinn wirft der freiheitliche EU-Abgeordnete Harald Vilimsky seinem Kollegen Klaus Welle, dem Generalsekretär des Parlaments, vor.

Dessen Vorhaben, das Haus um 600.000 Euro in Paris zu erwerben, sei das falsche Signal zur falschen Zeit.

Europahaus um sechs Millionen

Nachdem man ein Haus für die „Europäischen Bürger“ um 1,9 Millionen Euro durchsetzen wollte, das von Kritikern als „Cocktail Club“ bezeichnet wurde und sich die Miete alleine des Europahauses in Paris auf sechs Millionen Euro jährlich beläuft, ist jener Bau eines Gasthauses das nächste Immobilienabenteuer des Parlaments.

Mit dem Brexit würde die EU einen starken Netto-Zahler verlieren, kritisiert Vilimsky.

Ein Immobilienluxus dieser Art sei scharf abzulehnen.

Fast eine Milliarde mehr von Österreich

Im letzten Jahr musste Österreich übrigens 791,3 Millionen Euro zusätztlich an die EU überweisen.

Österreich gehört zu den acht Nettozahlern der EU – muss mehr zahlen als es an Gegenleistung bekommt.

Mit dem finalen Ausscheiden Großbritanniens aus der EU werden sich die österreichischen Zahlungen weiter erhöhen.