wasser rohre traunsee
Meter um Meter wird die neue Rohrleitung von Spezialarbeitern im Traunsee versenkt.

Der Fortbestand des sauberen Wassers im Traunsee ist jetzt wieder garantiert. Mit dem Versenken der neuen Abwasserleitung im Traunsee kann jetzt davon ausgegangen werden, dass diese nun wieder mindestens 50 Jahre anstandslos funktionieren werde, betont Sicherheits- und Wasserlandesrat Elmar Podgorschek.

Ein Betrag von Kurt Guggenbichler

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Alte Leitung war beschädigt

Die alte Seedruckleitung hatte 47 Jahre lang gute Dienste geleistet. In den letzten Jahren hatte sie allerdings zu lecken begonnen. Festgestellt worden sei dies, als badende Damen im Traunsee hocherfreut festgestellt hätten, dass es offenbar warme Quellen im See gebe, wie Podgorschek (FPÖ) schmunzelnd anmerkte.

Tatsache jedoch ist, dass der 3.215 Meter langer Unterwasserkanal erneuert werden musste. Die Kosten dafür belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Nun können die 1500 Kubikmeter Abwässer aus Traunkirchen und Altmünster wieder problemlos auf ihre Reise zur Gmundner Kläranlage des Reinhalteverbandes Traunsee-Nord gehen.

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Erneuerungen bei weiteren Seen in OÖ

„Wir sind stolz auf die gute Wasserqualität unserer Seen und dies solle auch so bleiben“, sagte Podgorschek. Aus diesem Grund sollen im Laufe der nächsten Jahre auch die anderen, in die Jahre gekommenen Abwasserleitungen in den oberösterreichischen Seen erneuert werden. Der Traunsee hatte seinerzeit als erstes so eine Seedruckleitung bekommen.

Der neue Kanal durch den Traunsee besteht aus zwei parallel verlegten Rohrleitungen mit einem Durchmesser von 355 Millimetern, die in zwei Bauphasen installiert wurden. 2015/2016 startete die erste im östlichen Seeabschnitt. Mit der Installation rund um die Toscana-Halbinsel ist nun der zweite Bauabschnitt dran.
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Stabile Rohre

Während die alte Abwasserleitung in diesem Bereich an Land geführt war, wird die neue, etwa 2,4 Kilometer lange Seedruckleitung mittels Betongewichten auf dem Seegrund platziert. Für die neue Seedruckleitung wurde äußerst widerstandsfähiges und rissbeständiges Rohrmaterial mit Schutzmantel ausgewählt.

Eine besondere Herausforderung sei die Baustelle gewesen, hieß es, weil dieser immer nur per Schiff erreichbar war. Die Arbeiten erfolgten am und unter Wasser. Die Altmünsterer Bürgermeisterin Elisabeth Feichtinger (SPÖ) dankt vor allem „Kanalmeister“ Josef Leidinger für seinen Einsatz und auch der Traunkirchner Vizebürgermeister Andreas Moser (ÖVP) freut sich über die gelungene und schon bald unsichtbare Modernisierungsmaßnahme.