Mit ihrer Aussage bei einem Interview, dass Andreas Gabalier nicht singen könne und vielleicht nur deshalb erfolgreich sei, weil er mit dem Unterkörper wackeln könne, hat die bekannte oberösterreichische Schlagerkomponistin Hanneliese Kreißl-Wurth (69) einen Shitstorm im Netz ausgelöst.

„Wochenblick“-Chefredakteur Kurt Guggenbichler hakte in einem Gespräch mit ihr nach und fragte, wie sie zu dieser Äußerung kam. Immerhin hat Hanneliese Kreißl-Wurth (HKW) so erfolgreiche Hits wie „Steirermen san very good“ geschrieben oder „Du bist a so a lieber Kerl“ und andere mehr. An die 2.000 Lieder stammen aus ihrer Feder.

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Wie Künstler Karriere machen

Wochenblick: Also: Warum ist Andreas Gabalier kein lieber Kerl mehr und warum beschimpfen Sie ihn, Frau Wurth?

HKW:
Ich habe ihn nicht beschimpft, sondern nur auf die Frage geantwortet wie Künstler Karriere machen. Das geht entweder mit Talent, dem Besuch einer Musikschule und mit vielem Üben, verbunden mit dem Bemühen nach oben zu kommen oder eben mit dem Geld eines Sponsors wie bei Gabalier.

Gabalier als „Show-Man“

Aber auch in so einem Fall darf man doch nicht ganz talentfrei sein.

HKW: Keinesfalls, die Frage ist nur: Habe ich Talent als Sänger oder als Show-Man.

Was ist eigentlich so schlimm an Gabaliers Liedern?

HKW: Überhaupt nichts. Darum ist es auch nicht gegangen.

Aber wenn man ihm sein gesangliches Talent abspricht, dann meint man doch auch, dass die Lieder nicht gut sein können.

HKW: Meine Aussage war: Er kann nicht singen…

„Skihütten-Lieder“

…und die Lieder können trotzdem gut sein?

HKW: Ich habe auch nicht gesagt, dass seine Lieder gut sind. Aber sie machen dem Publikum Spaß…

Also sind die Hits von Gabalier nur Skihütten-Lieder?

HKW: Genau! Das ist aber überhaupt nicht abwertend zu sehen.

Aber wenn er kein Talent zum Singen hat – wie Sie behaupten und nur Show macht –, wie können seine Lieder dann so vielen Menschen gefallen?

HKW: Weil man mit guter Werbung viel verkaufen kann.