In Deutschland und Österreich gilt seit knapp einer Woche die „erweiterte Maskenpflicht“, die den zuvor monatelang zum „fashionable“ Accessoire hochgehalten Alltagsmasken den Garaus machte und stattdessen Partikelfiltermasken der FFP2/KN95/N95-Kategorie verpflichtend vorschreibt; und das, obwohl sie überhaupt nicht für den Alltagsgebrauch vorgesehen und potentiell gesundheitsschädlich sind (Wochenblick berichtete). Das hält allerdings die Verfechter des „Maskenwahns für Fortgeschrittene“ nicht davon ab, immer skurrilere Forderungen zu erheben: Jetzt empfehlen sie ernsthaft das Übereinander ziehen von zwei Masken zum besseren Schutz.

Ein Kommentar von Daniel Matissek

In den vergangenen Monaten war die Forderung nach einer „Doppelten Maskenpflicht“ allenfalls als Gag, als überspitzte Pointe von Corona-Grundrechtsdemonstranten und Aktivisten gegen die staatlichen Bevormundungen erhoben worden. Etwa von der „Schwarzen Wahrheit“, jenen Konzept- und Aktionskünstlern, die mit ebenso geistreichen wie spektakulären, professionell einstudierten Auftritten in der Öffentlichkeit (siehe hier, oder die österreichische Version hier) regelmäßig für Furore sorgen. Inzwischen aber hat die Realität die Satire überholt.

Realsatire der Virologen-Gurus

So versuchen neuerdings auch – angebliche – wissenschaftliche Autoritäten, die Stoffmasken zu retten. Allerdings nicht in der bisherigen Anwendungsweise, sondern künftig sollen dann, bittesehr, mindestens zwei davon übereinander getragen werden, nach dem Motto „doppelt hält besser“. So wurden bereits Prominente wie die neue Linksikone und US-Vizepräsidentin Kamela Harris wiederholt mit dem Gesichtslappen in „Double Feature“-Ausführung gesichtet.

Zu den Fürsprechern der Zweifachmaske gesellte sich diese Woche dann auch noch Anthony Fauci, Heilige Kuh und unfehlbare Virologen-Autorität der Mainstream-Medien, der wegen seines Dauerzoffs mit Donald Trump zum Liebling auch der europäischen Corona-Hardliner wurde. Fauci, der seine Einschätzung zum Nutzen der Masken öfter gewechselt hat als RKI-Chef Lothar Wieler die Unterhosen, setzt nun anstatt auf FFP2 & Co. auf die „Doppelmaskerade“. Damit positioniert er sich erneut gegen den amtierenden Präsidenten – diesmal Joe Biden, der gerade erst die (einfache) Alltagsmaskenpflicht in den US-Bundesbehörden nachschärfte. Gegenüber NBC-today erklärte Fauci: „Das Tragen von zwei Masken anstelle von einer ist wahrscheinlich effektiver, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.“

Wahrscheinlich effektiver: Eine Aussage, ebenso spekulativ wie die Ahnungen und „Anekdoten“ des deutschen Virus-Gurus Christian Drosten, die von den Coronajournalisten kritiklos übernommen werden. Wieso dann eigentlich nicht gleich fünf oder zehn Masken übereinander tragen? „Wahrscheinlich“ schützen diese dann fünf- oder zehnmal mehr. Oder man atmet dann nicht mehr. Was das Problem mit Ansteckungen ja auch löst. (DM)