Der Vatikan hat seine Gesundheitsdienste vorübergehend geschlossen, nachdem dort ein Patient positiv auf Corona getestet wurde. Schon vor über eine Woche wurde auch der 83-jährige Papst Franziskus auf den Virus getestet, weil er Anzeichen einer Grippe mit Husten und Schnupfen zeigte. Der Test verlief zum Glück negativ. 

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

Gesundheitsdienste vorübergehend geschlossen

Papst Franziskus geht es wieder besser, berichtete der Direktor des vatikanischen Pressebüros, Matteo Bruni. „Die beim Heiligen Vater diagnostizierte Erkältung verläuft normal. Er hält weiterhin täglich die Heilige Messe…“. Der Vatikan erwäge aber Maßnahmen, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verhindern. Dies werde in Absprache mit den italienischen Behörden erfolgen. Bruni, kündigte die vorübergehende Schließung der Gesundheitsdienste des Vatikans an. Dies sei notwendig, um Einrichtungen zu desinfizieren, die für ambulante Dienste verwendet werden. Die Notaufnahme bleibe geöffnet.

Händedruck vermeiden – kein Weihwasser

Die Diözese in Rom hat alle nicht-sakramentalen Aktivitäten bis 15. März eingestellt. Das sind Katechismus-Stunden, Heiratsvorbereitungs-Kurse, Retreats, Pilgerreisen und die meisten anderen Gruppenaktivitäten. Die Eucharistie werde es in den Kirchen weiterhin geben. Priester raten aber den Gläubigen, das Zeichen des Friedens (Händedruck) zu vermeiden. Die Weihwasser-Kessel bleiben weiterhin leer.

Caritas Rom sorgt weiter für Obdachlose und Flüchtlinge

Die Caritas Rom kündigte an, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ihre Wohltätigkeitsarbeit für die Armen fortzusetzen. Örtliche Kirchen werden ermutigt, Suppenküchen offen zu halten sowie Obdachlose und „Flüchtlinge“ unterzubringen – dies unter Einhaltung der Hygiene- und sanitären Vorschriften.