Bill Gates und Frau Melinda French Gates - Weltwirtschaftsforums in Davos

Die Psychologin und Schriftstellerin Sue Blackmore erklärte vor einigen Jahren in einer Diskussion in der äußerst seriösen Radiosendung Nightwaves auf Radio 3: „Ich hoffe für den Planeten, dass wir die Vogelgrippe oder etwas anderes haben, das die Bevölkerung reduziert, denn sonst sind wir dem Untergang geweiht“. Bei der BBC gab es keine Beschwerden: Die Vorstellung, dass der Mensch ein Problem ist, das einer Lösung bedarf, ist in angesehenen Kreisen weit verbreitet.

  • Vater des Gedanken der Überbevölkerung
  • Die Grünen und der Club of Rome
  • Der Club of Rome und die Agenda 2030
  • Der Club of Rome, Bill Gates und Hirschhausen
  • Babys als CO2-Sünde
  • Das Märchen von der Überbevölkerung

Ein Gastbeitrag von Sandra Bonnemeier

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Interessante Einstellung in einer Zeit wie dieser. Woher kommt diese Einstellung? „Die Grenzen des Wachstums“ aus dem Jahr 1972 hat den „Club of Rome“ bekannt gemacht und die Welt verändert. Der Bericht hat letztlich zur Gründung der „Grünen“ beigetragen. Er hat die Agenda der Vereinten Nationen bis zur heutigen Agenda 2030 geprägt sowie das Weltwirtschaftsforum inklusive des „Great Reset“ beeinflusst. Die Ziele damals und heute unterscheiden sich im Kern nicht. Nur die angebliche Überbevölkerung wurde damals noch unverhohlener benannt. Zu viel waren und sind aber immer nur die Armen. Nie die Gierigen. Während die Profiteure der Pandemie immer reicher werden und ihre Bankkonten immer fetter, erklären sie uns und den Ärmsten der Armen, dass es leider, leider nicht für alle reicht.

Der Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ wurde zu Recht kritisiert: „Der Mensch an sich gelte – wie in vielen anderen Darstellungen zur Umweltkrise auch – nicht viel mehr als das ‚Krebsgeschwür eines ungezügelten Bevölkerungswachstums‘.“ Damals wie heute kommen diejenigen als „Retter auf dem weißen Pferd“ daher, die die Probleme wie Umweltzerstörung und Ausbeutung der an Ressourcen reichen und doch armen Länder mit verursacht haben. Der „Club of Rome“ hat das angebliche Problem der „Überbevölkerung“ aber nicht „erfunden“.

Vater des Gedanken

Der „Vater“ des Gedanken der Überbevölkerung war der britische, politische Ökonom Thomas Malthus (1766 – 1834). „Ein Mensch, sagte er, der in einer schon okkupierten Welt geboren wird, wenn seine Familie nicht die Mittel hat, ihn zu ernähren oder wenn die Gesellschaft seine Arbeit nicht nötig hat, dieser Mensch hat nicht das mindeste Recht, irgendeinen Teil von Nahrung zu verlangen, und er ist wirklich zu viel auf der Erde. Bei dem großen Gastmahle der Natur ist durchaus kein Gedecke für ihn gelegt. Die Natur gebietet ihm abzutreten, und sie säumt nicht, selbst diesen Befehl zur Ausführung zu bringen.“

Die Gedanken der „nutzlosen Esser“ führten später zu Organisationen wie „Planned Parenthood“ (Geplante Elternschaft) bei der Bill Gates ́ Vater zeitweise im Vorstand war. Bill Gates selbst war Anhänger von Malthus. Später ruderte er zurück und sagte, Malthus habe falsch gelegen. Damit meinte er allerdings nicht die grundlegende Aussage, dass Überbevölkerung ein Problem sei.

Der Club of Rome und die Agenda 2030

Der Initiator des „Club of Rome“, der Industrielle Aurelio Peccei (u. a. Fiat, Olivetti, Alitalia), beschrieb, wie er sich Lösungen vorstellt. Ein „Plan für die weltweite Organisation der menschlichen Lebenssphäre, aufgeschlüsselt nach großen Regionen oder Ländergruppen“ müsse her. Was er als Lösung umschrieb ist nichts anderes als Kapitalisten, wie z. B. David Rockefeller, schon als Lösung ansahen: eine Weltregierung – eine globale, hierarchische Struktur. Die Weltgemeinschaft nach den Vorstellungen einer globalen Elite als „Mission“, wie er es nannte. Man müsse „unverzüglich intervenieren“. Er schreibt von einem „Gehirntrust“ und zitiert einen Freund, der von einem „Generalstab der Menschheit“ redet. Keine Kleinigkeit. Und vor allem: Keine Verschwörungstheorie. Die Aufteilung der Welt könne etwa so aussehen: 80 % Natur, 10 % Landwirtschaft und der Rest als Areal für die Menschheit.

Wie das konkret aussehen kann? Vielleicht so, wie es in einem Artikel des Weltwirtschaftsforums beschrieben wird: Willkommen im Jahr 2030. Die Agenda 2030 der UN lässt grüßen. Du besitzt nichts mehr. Auch keine Privatsphäre. Aber es ist alles ganz toll. Manchmal stört die totale Überwachung ein wenig. Aber was soll ́s? Diejenigen, die das nicht toll finden und auch nicht in Städten eingepfercht werden wollen (so wie vielleicht Ungeimpfte?), leben da draußen irgendwo, irgendwie. Ausgegrenzt. Willkommen in der schönen, neuen Welt der Agenda 2030.

Hirschhausen, der Club of Rome und Bill Gates

Ein heutiger Vertreter des „Club of Rome“, der einen wesentlichen Grundstein für die „schöne neue Welt“ gelegt hat, ist z. B. Dr. Eckart von Hirschhausen. Er engagiert sich aktuell im Sinne der Profiteure der Pandemie, wie z. B. Bill Gates. Die Bill & Melinda Gates Foundation gehört wiederum zu den Unterstützern seiner Stiftung. Eckart von Hirschhausen wird u. a. als „Comedian“ bezeichnet. 2018 brachte er „komödiantisch“ hervor: „Wer sich nicht impfen lässt, ist ein asozialer Trittbrettfahrer.“ Bill Gates dürfte es gefallen.

Richtig interessant wird es aber in einem englischsprachigen Artikel zu „Malthus‘ Kindern“. Der Wunsch nach etwas, dass die Weltbevölkerung reduziert. In dem Artikel heißt es: „Die neuen Malthusianer werden immer dreister. Auf dem UN-Erdgipfel Rio+20 Anfang des Jahres forderten 105 angesehene Institutionen, darunter auch die zunehmend malthusianisch geprägte britische Royal Society, die internationalen Machthaber auf, die „ethischen Empfindlichkeiten“ in Bezug auf die Bevölkerungsfrage zu überwinden und „der steigenden Weltbevölkerung entgegenzutreten“. All diese weinenden Babys bedeuten, dass wir jetzt „über die Möglichkeiten des Planeten hinaus leben“, erklärten sie. Die Bill and Melinda Gates Foundation pumpt Millionen von Dollar in die Verteilung von Verhütungsmitteln in den Entwicklungsländern.

Babys als CO2-Sünde

Wohlhabende westliche Bürger können jetzt sogar ihre Kohlenstoffemissionen ausgleichen, indem sie dazu beitragen, die Geburt von Kindern in weniger glücklichen Gegenden zu verhindern. Auf der vom OPT eingerichteten Website Pop Offsets können Sie berechnen, wie viel Kohlendioxid Sie in Ihrem täglichen Leben ausstoßen, und dann feststellen, wie viele Geburten Sie verhindern müssen, um diese Menge auszugleichen. Sie leisten einen finanziellen Beitrag an eine Wohltätigkeitsorganisation für Reproduktionszwecke; diese Wohltätigkeitsorganisation ermutigt eine Frau irgendwo, keine weiteren Kinder zu bekommen. Ihre persönlichen Emissionen werden durch Ihren Beitrag zur Nicht-Erzeugung von ressourcenintensiven Babys ausgeglichen. Der Bericht des Guardian über diese Initiative wurde mit einem Foto von 12 Babys illustriert, die einfach so daliegen, wie die problematischen Abfälle in der Natur.

Der Malthusianismus ist in der Weltanschauung der Grünen und anderer Trendsetter so tief verwurzelt, dass man sich ohne mit der Wimper zu zucken ausmalen kann, wie viele Menschen aussterben werden. Bevölkerungspanikmacher behaupten oft, dass die „Tragfähigkeit“ des Planeten bei zwei Milliarden Menschen liegt, also mindestens fünf Milliarden weniger als heute. Die Psychologin und Schriftstellerin Sue Blackmore erklärte vor einigen Jahren in einer Diskussion in der äußerst seriösen Radiosendung Nightwaves auf Radio 3: „Ich hoffe für den Planeten, dass wir die Vogelgrippe oder etwas anderes haben, das die Bevölkerung reduziert, denn sonst sind wir dem Untergang geweiht“. Bei der BBC gab es keine Beschwerden: Die Vorstellung, dass der Mensch ein Problem ist, das einer Lösung bedarf, ist in angesehenen Kreisen weit verbreitet.  Die Neuen Malthusianer kleiden ihren menschenfeindlichen Miserabilismus in ein wissenschaftliches Gewand…“

OPT steht für Optimum Population Trust (Heute: Population matters). Nachfolger von „PopOffsets“ ist „Empower to plan“.

Das Märchen von der Überbevölkerung

Was für ein Unsinn das Gerede von der Überbevölkerung ist und wie heuchlerisch es ist, wenn die Nimmersatten behaupten, dass es für die Hungrigen nicht reicht, zeigt ein wunderbarer Film von Werner Bote: „Population Boom. „Horrorszenario Überbevölkerung: 7 Milliarden Menschen auf der Erde. Schwindende Ressourcen, giftige Müllberge, Hunger und Klimawandel – eine Folge der Überbevölkerung? Wer behauptet eigentlich, dass die Welt übervölkert ist? Und wer von uns ist zu viel?“ Der Autor beschreibt u. a. sinngemäß, dass es für die Weltbevölkerung – würde sie z. B. in Österreich leben – 11 qm Platz pro Person gäbe (Stand 2014). Der Rest der Welt wäre unbevölkert.

Wer ist zu viel? Die Nimmersatten oder die Armen? Geht aktuell der Wunsch nach einer Vogelgrippe oder irgendetwas, was die Bevölkerung reduziert, so wie es Malthus ́ menschenverachtende Kinder ersehnt hatten, in Erfüllung? Oder geht es um Gesundheit?

Anmerkung: Sandra Bonnemeier ist Dipl.-Wirtschaftsjuristin, Betriebswirtin & Fachjournalistin. Außerdem ist sie Geschäftsführerin des Verlages Ruhrgebietsschnauzen-Verlag UG.

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