Wie glühende Teufelsköpfe umschlungen die Flammen am Abend des 15. April, zum Beginn der Osterzeit, die Pariser Kathedrale Notre-Dame. Das Werk von rund 200 Jahren, einst Meisterleistung bester europäisch-mittelalterlicher Baukunst, fiel innerhalb weniger Stunden den Flammen zum Opfer.

Ein Kommentar von Johannes Schüller

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Entsetzen und Wehmut

Wie bei so vielen nahen und fernen Betrachtern der apokalyptisch erscheinenden Szenerie mischte sich bei mir neben Entsetzen auch Wehmut in die Gedanken.

Im Frühjahr 2015 besuchte ich noch mit Freunden für ein Wochenende Paris – auch ein Besuch der imposanten Kathedrale im historischen Stadtzentrum war ursprünglich geplant. Leider fehlte uns innerhalb der wenigen Tage jedoch die Zeit, um das mittelalterliche Meisterwerk abendländischer Baukunst zu besuchen.

Nun erweist sich diese Entscheidung als endgültig: Die historische Notre-Dame werden wir nie mehr sehen! Zu unserem Glück statteten wir wenigstens dem einst von Kaiser Napoleon I. in Auftrag gegebenen Arc de Triomphe einen Besuch ab.

Einstige Größe scheint vergänglich

Denn auch dieser wurde mittlerweile ­– im Zuge der Gelbwesten-Proteste – schwer beschädigt.

In einem zunehmend von Krisen, Multikulturalismus und Terror geschüttelten Europa scheinen die imposanten Spuren einstiger Größe plötzlich vergänglich zu sein. Seit einigen Jahren gilt auch das Kolosseum in Rom als terrorgefährdet. Nicht nur unser geistiges, auch das materielle Erbe Europas befindet sich in akuter Gefahr!

Packende Diskussion zum Thema Europa

Die Frage „Europa – Wiedergeburt oder Untergang“ war auch das Thema unserer packenden WB-Live Diskussion. Hier zu sehen: