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Im Flüchtlingslager Moria, auf der griechischen Insel Lesbos, soll in einem Teil des Camps schon der Islamische Staat (IS) regieren. Die Geheimdienste haben die Islamisten auf dem Radar.

Ein Bericht von Kornelia Kirchweger

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Migranten-Zustrom reißt nicht ab

Die Gefahr, dass sie weiter nach Europa kommen, sei real, heißt es in einem Bericht der Deutschen Welle.

Das Video wurde zum Teil heimlich gedreht. Man sieht, dass Moria heillos überfüllt und wie ein Hochsicherheitstrakt abgeriegelt ist. Das Lager ist für ca. 3.000 Menschen ausgerichtet, tatsächlich leben dort 8.000 Migranten. Es werden zwar laufend Migranten aufs Festland gebracht, doch der Zustrom reißt nicht ab.

IS-Gesetze mit Gewalt durchgesetzt

Laut Bericht muss die griechische Polizei in Moria immer wieder eingreifen, die Gewalt geht trotzdem weiter. Der Camp-Bewohner Ahmed erzählt, es gebe viele IS-Mitglieder im Lager. Er kenne einige aus Syrien.

Sie verkaufen Drogen, horten Geld und handeln mit allem, z.B mit Handys. Sie stehlen und rauben. In Gruppen bis zu 20 Leuten schlagen sie auf Bewohner mit Eisenstangen ein, egal ob Kinder oder Frauen. Sie rufen dabei IS-Parolen wie „Gott ist groß“, oder „Der IS wird überleben und sich ausbreiten“. Insbesondere der Level 3 des Camps soll völlig unter IS-Kontrolle sein.

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Seit der Asyl-Krise 2015 leidet auch Griechenland unter massivem Migrationsdruck.

Nicht-Muslims werden vergewaltigt

Man habe es  vor allem auf die dort untergebrachten Kurden abgesehen. Sie werden unter Druck gesetzt. Typische Fragen: „Warum fastet ihr nicht, warum hört ihr im Ramadan Musik, warum trägt die Frau keinen Hijab?“ Viele Kurden wurden mittlerweile nach Athen umgesiedelt.

IS-Spitzel sollen im ganzen Lager aktiv sein. Der Iraker Jaffah erzählt, der IS habe ihn bei seiner Ankunft anwerben wollen. Er lehne diese Ideologie aber ab: Sie sind fanatisch, töten, stehlen, das wichtigste: Die Vergewaltigung. Sie würden drohen: „Wenn Du kein Muslim bist, darf ich Dich vergewaltigen.“ „Das haben sie auch in Syrien so gemacht“, berichtet Jaffah.

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50 Prozent mehr Migranten-Ankünfte als im Vorjahr

Der griechische Migrationsminister, Dimitris Vitsas, sagte kürzlich, verglichen mit dem Vorjahr seien 50% mehr Migranten auf den Inseln angekommen – insbesondere über Evros, die gemeinsame Grenze mit der Türkei und Bulgarien. Allein heuer, bis September, waren es 12.000 Menschen. Verantwortlich dafür seien die Türkei und die Schließung der Balkanroute.

Aktivisten erzwingen Bewegungsfreiheit für Migranten

Ein weiteres Problem sei, dass viele Asylwerber nach Antragstellung abtauchen, weil sie ein negatives Ergebnis befürchten. Möglich ist das jetzt, denn laut „Telegraph“ erzwangen Aktivisten im April 2018 die Bewegungsfreiheit für neu auf den Inseln ankommende Personen.

Diese können jetzt sogar weiter auf das Festland. Die davor bereits auf den Inseln internierten Personen waren von der Entscheidung zunächst ausgenommen. Migrantencamps gibt es – neben Lesbos und Samos, das wegen chaotischer Zustände geschlossen wird – auch in Leros, Chios und Kos. Die Bewohner der Inseln haben mittlerweile genug. Sie wollen, dass alle Migranten gehen.