„Heitzutag muasst gendern, sunst bist net politisch korrekt. Jeds Wort muass a weibliche Entsprechung habn! Aber da kumm i oft durcheinand: Soll i den Gashahn aufdrahn oder des Gashendl? Bin i Sündnbock oder a Sündngoaß?

Auszug aus einem Kabarett von Mag. Elisabeth Mirschitzka

Muass i statt Paparazzi jetzt Mamarazzi sagn? Grad hab i in a Schulbuach von mein Buam a weng einigschaut – da hoaßts: „Der/die/die Kandidat/in/en/innen muss/müssen dem/der/den Beamten/in/innen sein/ihr/ihre Dokumente zeigen.“

Da kann ma sich guat vorstelln, wie da die Kinderaugn leichtn und die PISA Ergebnisse in die Heh gengan! In Religion habns von Adam und Eva glernt, die hoaßen jetzt Mensch ans und Mensch zwa. Und der Åpfel is a Birn worn.

„Das Gendern ist dämlich“!

Neili war i im Wirtshaus. Hab bei der Kellnerin a Herrngulasch bestellt. Hats mi glei so giftig angschaut. Ja, weil des is frauenfeindlich. Des Wort „Herr“ gibt’s nimmer, „herrlich“ aa net. Aber da haben sie si selber a Haxl gstellt, weil „das Gendern ist herrlich“ derf ma jetzt nimmer sagn, na; jetzt muass ma sågn: „das Gendern ist dämlich“!

Sogar bei die Viecher muass ma gendergerecht redn: das Wort „Kater“ hat ausgedient, heit hoaßt alles „Katz“: Katznkistl, Katzngschirrl, Oisfürdkatz. Aber des is net recht gscheit, weil es is doch a Unterschied ob i nach an Ball sag: „I hab a Katz!“ oder „I hab an Kater!“

In alles mischn sie si ein, die Emanzinnen; naja, a paar Wörter habns uns wenigstns lassn, de derfn ma ganz allan habn: Pfuscher, Tepperter, Hatscherter, Gscherter.
Am Schluss hab i nu a guate und a schlechte Nachricht. Die guate: ´s Kabarett is jetzt aus und ihr kinnts aufs Klo gehen, und die schlechte: des WÅR gar ka Kabarett…“