Gegen 19:00 wurde am Samstag ein Tschetschene (43) in einem Gewerbebetrieb auf der Brünner Straße in Gerasdorf mittels Kopfschuss hingerichtet. Der mutmaßliche Täter (47), ebenso Tschetschene, reiste dazu extra aus dem Raum Linz an. Boulevardmedien mutmaßen, dass es sich um einen Auftragsmord handelte. Mit derselben diagnostischen Genauigkeit, mit der islamistische Täter sonst innerhalb von Minuten eine Geisteskrankheit bescheinigt wird, wissen Krone und Österreich bereits jetzt, dass der tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow hinter der Tat stehe.

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Gewalt- und Straftaten mit Beteiligung einzelner oder Gruppen aus der 30.000 Menschen zählenden tschetschenischen Gemeinschaft in Österreich bekannt. Kriminelle Bandenbildung oder Drogendelikte zählten dazu. Deshalb gibt es vermutlich deutlich mehr als eine mögliche Erklärung für die eiskalte Ermordung des tschetschenischen Asylwerbers.

Der Täter soll 47 Jahre alt und in Haid bei Linz wohnhaft sein. Es soll sich um einen „polizeibekannten Tschetschenen“ handeln. Er war mit einem silbernen Audi mit Linzer Kennzeichen unterwegs.

Ferndiagnose Auftragsmord

Angeblich wäre das Mordopfer ein Gegner des tschetschenischen Präsidenten Kadyrow gewesen. Im Jahr 2009 wurde in Wien-Floridsdorf der Tschetschene Umar Israilov (27) unter ähnlichen Umständen erschossen. Im Jahr 2011 wurden deshalb drei Tschetschenen zu lebenslanger bzw. 19 und 16 Jahren Haft verurteilt. Der Haupttäter, ein vierter Tschetschene, konnte sich damals in seine Heimat absetzen.

Niemand in der österreichischen Politik hat im letzten Jahrzehnt den Mut gehabt, zu hinterfragen, weshalb ohne jegliches Kriegsgeschehen in Tschetschenien immer mehr Menschen dieser Ethnie in Österreich Asyl erhalten.