Geschmacklos: Lachen über Hofers Stock
Screenshot Video

Eine selbsternannte Künstlergruppe übt sich in Satire: Dabei sollen „Wochenblick“-Chefredakteur Kurt Guggenbichler und die Gattin von Norbert Hofer, Verena, durch den Kakao gezogen werden. Die Darbietung wirkt bemüht, aber in Summe wenig lustig. 

„Kurt Guggenbichler vom Wochenblick interviewt First Lady (in spe) Verena Hofer“ — so heißt das dubiose Video, das seit dem Wochenende im Netz ein wenig beachtetes Dasein fristet. Im Amateur-Video interviewt ein verhärmter Guggenbichler-Darsteller eine skurrile Verena-Hofer-Darstellerin, welche stolz „den ersten Stock von Norbert“ präsentiert.

Behinderung für „linke Schickeria“ stets zum Lachen

Sie hätte sich den ersten Stock ihres Gatten, so die Laien-Darstellerin, aufgehoben und würde ihn als „Glücksbringer“ bei sich tragen. Damit reihen sich die Video-Macher nahtlos in die Reihe jener zweifelhaften Schickeria, für die die Gehbehinderung Norbert Hofers ein großer Spaß und Anlass für anhaltenden Spott ist.

Im Jahr 2003 stürzte Hofer mit dem Paragleiter ab und zog sich schwere Wirbelsäulenverletzungen zu, nach dem Unfall war er an den Rollstuhl gefesselt. In der Folge führte die Verletzung zu einem inkompletten Querschnittsyndrom. Seither ist er auf die Unterstützung eines Gehstocks angewiesen.

Staatliche geförderte Hofer-Verhöhnung

Bezahlt werden dürften die Gehbehinderten-Witze zumindest teilweise vom Steuerzahler. Die verantwortliche „Künstler-Gruppe“, eine in der Elisabethstraße 1 in Linz angesiedelte „Aktionsgemeinschaft Social Impact“, bekommt gleich von drei staatlichen Stellen Steuergelder zugesteckt.

Die Gruppe bedankt sich auf ihrer Webseite bei den Förderstellen „Kulturland OÖ“, die „Linz Kultur“ und das „Bundesministerium für Unterricht und Kunst“. Damit finanziert werden dürften niveauvolle Darbietungen mit klingenden Namen, wie „Grusel Nazi Clowns“, „Obergrenze“ oder „Wiener Akademikerball“.

Wollen diese Killer-Clowns unseren Landesvater angreifen?

„Wochenblick“-Chefredakteur Kurt Guggenbichler nimmt den Links-Künstlern die Laien-Satire im Bezug auf seine Person nicht übel: „Eine Karikatur von mir ist im Grunde eine Ehre. Alle berühmten und polarisierenden Persönlichkeiten werden satirisch dargestellt. Nur an der dürftigen Qualität der Darbietung sollte noch etwas gearbeitet werden…“

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Besondere Reichweite hat das Video noch nicht bekommen. Gegenwärtig (7.12.) steht der Youtube-Clip bei 158 Aufrufen. Vielleicht bekommt es durch diesen „Wochenblick“-Artikel ein wenig mehr Aufmerksamkeit… Das Video kann hier angesehen werden.

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