Laut Berichten der Washington Times und New York Post sollen bei der gestrigen „Kapitol-Stürmung“ in Washington D.C. auch Antifa-Mitglieder und andere Aktivisten der linken Szene mit von der Partie gewesen sein. Dies sei mit einer Software zur Gesichtserkennung festgestellt worden. Bis dato bezeichnete man die Eindringlinge unisono als „Trump-Anhänger“. Das FBI rief die Öffentlichkeit nun zur Unterstützung bei der Identifizierung der Kapitol-Stürmer auf. Fotos und Videomaterial seien willkommen. 

Von Kornelia Kirchweger

Totalversagen bei Kontrollen

Während der Kongress im Kapitol tagte und letztlich Joe Biden offiziell als nächsten US-Präsidenten bestätigte, verschafften sich Gruppen von Personen Zutritt zum Kapitol. Einige kletterten sogar an den Fassaden hoch. Mittlerweile fragen sich auch Medien, wie die strengen Sicherheitsschranken überwunden werden konnten.

Ein früherer Geheimdienst-Direktor beklagte, dass es so etwas noch nie gegeben habe. Die Koordination der Sicherheit habe total versagt, in den USA sei ein Niedergang von Recht und Ordnung zu beobachten, es herrsche Chaos. Die Demokratie der USA stehe am Abgrund. Video-Mitschnitte der Tumulte im Kapitol zeigen chaotische Szenen, bei denen unterschiedliche Exekutiv-Einheiten sichtlich unkoordiniert versuchten, die Eindringlinge abzuwehren. Eine junge Frau wurde mit einem Genickschuss getötet. In der Nähe des Kapitols starben zudem drei Menschen – eine Frau und zwei Männer. Allerdings sollen diese an Herzinfarkten gestorben sein. Es gab Dutzende Festnahmen.

Sicherheitsproblem der Demokraten

Hier offenbart sich erneut der Zuständigkeits-Konflikt bei der Sicherheit zwischen Bund und den Föderal-Staaten: für die Sicherheit des Kapitols ist der von Demokraten regierte Bundesstaat Washington zuständig. Im konkreten Fall die US-Kapitol-Polizei. Verteidigungsminister Christopher Miller sagte, man habe die Nationalgarde in Washington D.C. voll zur Unterstützung der örtlichen Polizei aktiviert. Wie die Koordination mit dem Innen- bzw. Justizministerium erfolgte wäre unklar. In vielen links-regierten Städten hat man allerdings schon im Sommer im Zuge der Black Lives Matter Ausschreitungen damit begonnen, die Exekutive zu entmachten, finanziell zu schwächen und zu demoralisieren. Trump schickte damals die Nationalgarde nach Washington, um die Zerstörung von Bundeseigentum durch Linksextremisten zu verhindern.

Verkleidete Antifa-Extremisten

Aktuelle Medienberichte bestätigten zunächst unter Berufung auf einen pensionierten Militärbeamten, dass bei der Stürmung des Kapitols auch Antifa-Mitglieder bzw. linke Demonstranten dabei waren. Die Firma XRVision habe mit einer Software zur Gesichtserkennung entsprechende Übereinstimmungen gefunden. Besagte Personen seien als Trump-Anhänger verkleidet gewesen. Inzwischen wurde diese Ansicht korrigiert.

Einer habe ein Tattoo gehabt, das ihn als Verehrer des Stalin-Kommunismus ausweise. Beide seien auch bei Demonstrationen in New York in Erscheinung getreten. Zwei weitere Personen seien schon in Philadelphia, bei Klima- und Black Lives Matter Protesten, gesichtet worden.